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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
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97 Arrabona (Raab), Ad Statuas (Gönyö), Ad Mutenum (Äcs), Bregetio, Azao (Almäs), Crumerum (Nyerges-Ujfalu), Solva (Gran), Ad Herculem (Pilis-Maröth), Carpis oder Cirpi Mansio (gegenüber von Tahi), Ulcisia (Szent-Endre), Aqnincnm, Campona (Teteuy), Matriea (Ercsi), Vetus Salina (Adony), Jntercisa (Duna Pentele), Annamatia (Földvar), Lussunium (Paks), Alta Ripa (Tolna), Alisca (Szegszärd), Lupio (Bätaßek), Altinnm (Mohacs), Antiana (Baranyavär), Anreo Monte (Monostor), Mnrsa. Andererseits waren Carnnntnm, Bregetio, Aquincum, Mnrsa und mehrere der zwischen ihnen befindlichen Forts durch wohlgeschützte Straßen mit Sabaria verbunden, das als Knotenpunkt des Rückzugs von der Donaulinie ein Platz von großer strategischer und commercieller Wichtigkeit war. Unter Anderem führten von der Dranmündnng zwei Straßen nach Sabaria. Sie gingen von Altinnm aus und trennten sich bei der Station Sopianä (Fünfkirchen), um den Plattensee an seinem südwestlichen, beziehungsweise südöstlichen Ende zu umgehen. Die erstere hatte eine Station Mogentiana (Fenek bei Keßthely), die andere berührte, in drei Richtungen verzweigt, die Stationen Fortiana (Simontornya), Herculia (Stuhlweißenburg), Trieeiaua (Siofok) und Cimbriana (Veßprem). Diese Liste zeigt, daß die jetzigen Städte jenseits der Donau fast ausnahmslos im römischen Vertheidigungssystem ihre Rolle spielten und großentheils schon vor der römischen Eroberung, zur Keltenzeit bewohnte Orte waren. In Verbindung mit den Militärstationen entstanden größere und kleinere Civileolonien, die Überbleibsel der alten Bevölkerung verschmolzen nach und nach mit den Römern und beide zusammen legten den Grund zur neuen Cultur dieser Gegend. Die Spuren der großen Verheerungen durch Kriege und Aufstände verschwanden allgemach während der fünfzig Friedensjahre nach der Unterwerfung Daciens. Die pannonifchen Legionen setzten sich durch militärische Disciplin, noch mehr aber durch ihre das Reich sichernden Kriegsthaten in großes Ansehen und rissen im Bewußtsein ihres Vorranges seit dem Ende des II. Jahrhunderts mehr als einmal die Entscheidung bei der Kaiserwahl an sich. Gleichzeitig nahm, insbesondere von der Politik des Septimius Severus begünstigt, das Civilleben und damit verbunden die Cultur einen starken Auf- schwung. Die Romamsirung jenseits der Donau erreichte im III. Jahrhundert die höchste Stufe ihrer Blüte. Wie anderwärts, so war auch in dieser Gegend das Heimischwerden der römischen Macht und Bildung in erster Reihe durch Werke der Baukunst bezeichnet. Die Lagerplätze und Forts waren durch starke Gürtel von Steinmauern geschützt, dazu kamen noch die meisterhaft angelegten Straßen, Bogenbrücken und Wasserleitungen, sowie andere der Religion und der Bequemlichkeit des Lebens gewidmete Bauten. Ungarn IV. 7
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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