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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 150 -
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150 der von der österreichischen Grenze daherkommt; nach den drei anderen Seiten ist sie durch das umgebende Gebirge verdeckt. Von der freien Seite ist sie unnahbar und auch von der umgebenden Bergkette durch tiefe Schluchten und einen künstlichen Graben getrennt. An dem Punkte, wo sie am leichtesten zugänglich ist, steht noch jetzt der gewaltige rnnde Thurm, 14 Meter im Durchmesser uud 50 Meter hoch. An der von Natnr starken Stelle bildeten Thurm uud Zugbrücke die Hauptbefestigungen der Bnrg. Die Ringmauer war von geringerer Wichtigkeit. Der Palatin Nikolaus Esterhäzy baute die Burg im Jahre 1637 von Grund aus neu auf. Damals entstand die Doppelmauer und das auf der inneren Mauer sich erhebende viereckige Schloß, dieser ungeheure Baukörper, an dem mit Ausnahme des in Formen der Spätrenaissance gehaltenen Thores nichts die Zeit der Erbauung verräth. Noch jünger ist das Thor, das sich auf den Burgbezirk öffuet, sowie die Zugbrücke. Nichts ist übrig, woraus sich die Anlage der alten Bnrg erkennen ließ. Die lange Reihe von Sälen und Wohnzimmern im Schlosse ist völlig schmucklos. Hier wird die fürstlich Esterhäzy'sche Schatzkammer verwahrt, die so reich ist an Meisterwerken der Goldschmiedekunst, desgleichen die Waffensammlung, die reichste private, die es gibt. Die in Öl gemalten Bildnisse der fürstlichen Familie, die hier aufgehängt sind, sind weder durch Treue, uoch durch Kunstwerth besonders hervorragend. Die alte Burg zu Eisenstadt (Kis-Marton) verschwand beinahe spurlos, als an ihrer Stelle der Palatin Fürst Paul Esterhäzy im Jahre 1683 das noch heute bestehende Schloß erbauen ließ. Auch die Stätte der Burg Szarvkö, die im Jahre 1347 zum ersten Mal erwähnt wird, ist nur durch wenige Steine bezeichnet. Bnrg Leka befindet sich gleichfalls im Ödenbnrger Comitat; in der halbkreis- förmigen Thalmulde einer hohen Bergkette steht sie recht zugänglich auf dem Gipfel eines niedrigen und nicht steilen Hügels; von drei Seiten ist sie gut maskirt, gegen Westen aber ist sie weithin, bis Bernstein (Borostyänkö) sichtbar. Jenseits der Donau ist dies das charakteristischeste Beispiel einer wahren Ritterburg. Ihr Zustand ist zwar baufällig, doch ist sie eine jener überaus seltenen Bnrgen, an denen sich die ursprüngliche Anlage wenigstens im Ganzen und Großen erkennen läßt. Wahrscheinlich ist sie im XIII. Jahrhnndert ent- standen und von den durch Bela IV. hereinberufenen Hospitalitern erbaut. Sie besteht aus älteren, dieser Zeit entstammenden Theilen nnd aus jüngeren, die um das Jahr 1670 unter jenem Grafen Franz Nädasdy aufgeführt wurde», der ein so trauriges Ende fand. Jetzt ist sie Eigenthum der fürstlichen Familie Esterhäzy. Der Burgbezirk ist größtentheils durch einen Ring von neben einander stehenden Gebäuden, znm Theil aber durch eine starke Mauer umgeben. Die Anordnung paßt sich der ungleichen Oberfläche des Fels- hügels an. Durch das äußere Thor gelangt man in einen engen, unregelmäßig fünfeckigen Zwinger mit abschüssigem Boden, an dessen einer Seite sich ein gewaltiger, gleichfalls
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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