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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 213 -
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213 Ebenso eigenthümlich und häufig ist das Wort Damit gibt es in Zäla etwa 40 Dörfer, wie Alibanfa, Gogänfa, Mahomfa, Mikefa, Salomfa, Zelesa n. s. w. In allen diesen Ortsnamen bedeutete das »ta« einst .lalva" (Dorf), was aus Urkunden des XIV., aber auch früherer und späterer Jahrhunderte hervorgeht. Im Volksmunde ist das Wort ,kalvu" zu ,la- zusammengeschmolzen. Viele Ortsnamen sind mit »tolä« (Erde, Boden) gebildet, so: Cgenföld, Pördeföld, Hnnsöld, Kajänsöld n. s. w. Viele mit (Brücke), so: Ohid, Kehida, Andräshida, Bollahida n. s. w. Viele mit (Haus), wie: Baksahäza, Bokahäza, Säudorhäza u. a. m. Viele mit ,vär- (Burg) und .tiel?" (Ort), z. B.: Budavär, Szegvar, Zalavär, ferner Keszthely, Szerdahely, Vafarhely n. s. f. Die meisten Ortsnamen in Zala leiten sich jedoch, wie überall im Lande, von den Namen der Geschlechter und Familien oder der Heiligen her. Indem wir die Geschichte des Zalaer Comitates skizziren, beschränken wir uns natürlich auf die Localgeschichte und werden auch diese größteutheils bei der Beschreibung der betreffenden Städte und Dörfer, Burgen und anderen bemerkenswerthen Punkte behandeln. Indeß ist es auch geboten, den auf das Zalaer Comitat bezüglichen Theil der nationalen Geschichte in großen Zügen zu zeichnen. Ohne Zweifel gehört das Comitat zu den allerältesteu. Der heutige magyarische Theil seiner Bevölkerung hat sich ebenfalls schon bei der Eroberung des Landes hier niedergelassen und sich tausend Jahre hindurch seine Ursprünglichkeit und Reinheit bewahrt. Dies ist durch Sprache, Familiennamen und die meisten Ortsnamen bezeugt. Aus den zwei ersten Jahrhunderten des Christenthums sind zwei große Ereignisse der vaterländischen Geschichte zu erwähnen. Einmal die Einwanderung großer fremder Familien, dann die Einführung und Organisirnng des Christenthums. Welche Familien sich hier nach der Eroberung des Landes zuerst niederließen, das ist heute wohl nicht mehr sicher festzustellen. Die Überlieferung nennt Mr Bölcs als ersten Besitzergreifer. Auf die eingewanderten größeren Familien werfen die archivalischen Forschungen ein helleres Licht. Es gibt ihrer zweierlei: solche, die aus anderen Gegenden des Landes hieher übersiedelten, und solche, die aus dem Auslande kamen. Von den letzteren ist es sicher, daß sie in den zwei ersten Jahr- hunderte» des ungarischen Christenthums die Bildung des Westens hier eingeführt haben, und ebenso sicher weiß man, daß sie sich alsbald in vollkommene Magyaren verwandelten, was bei manchen eingewanderten fremden Familien in den Comitaten Eisenburg, Ödeuburg uud Wieselburg lange nicht in dem Maße gilt und noch weit weniger von den Magnaten, die im XVIII. und XIX. Jahrhundert das Jndigenat erwarben. Als das Christenthum Wurzel gefaßt hatte, erhielt das Comitat alsbald eine Menge kirchlicher Institutionen. Dies beweist, daß die Bevölkerung dicht und das Christenthum bei ihr schon festgewurzelt, so wie daß für die religiöse Erziehung und sittliche Unterweisung des Zalaer Volkes schon
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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