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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 244 -
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244 Dann folgt, unterhalb von Szent-Gröt, am rechten Ufer der Zala das Dörfchen Kehida. Sein Ruhm knüpft sich an Franz Deäk, der hier wohnte und eine Besitzung hatte. Es ist eine alte Ansiedlnng und gehörte der Reihe nach den Kanizsay und Hässägyi, worauf es an die vornehme Familie Hertelendy überging. Kaspar Hertelendy erbaute zu Anfang des XVIII. Jahrhunderts das jetzige Schloß. Seine Tochter Anna, Gattin des Gabriel Deäk, war die Großmutter der Brüder Anton und Franz. Im Besitze der Familie Deäk vereinigten sich, von väterlicher und mütterlicher Seite her, außer Kehida noch die Güter zu Söjtör, Tärnok und Oroklän. Mitte des vorigen Jahrhunderts theilte sich die Familie Deäk in die Zweige von Kehida und Tärnok. Zu dem Kehidaer Zweige gehörten Anton und Franz; der erstere war Führer der Opposition im Comitate und Deputirter auf den Reichstagen von 1825 und 1832, der andere war der „Weise des Vaterlandes", welchen Ehrentitel die öffentliche Meinung ihm schon bei Lebzeiten zuerkannte. Franz Deäk wohnte bis zum Jahre 1854 in Kehida. In seiner dortigen Einsamkeit suchten ihn begeisterte Jünglinge aus weiter Ferne, Staatsmänner aus dem Reichstage, Schriftsteller und Dichter auf. Im Jahre 1854 verkaufte er seine Besitzung an den Grafen Stefan Szöchenyi. Nach dessen Tode ging sie an den Sohn, Edmund Szöchenyi über, der sie im Jahre 1872 dem Bankier Baronyi verkaufte. Köveskut ist ein kleines Dorf, östlich von Kehida im Gebirge gelegen; es war einst von gewaltigen Forsten umgeben. Der Mittellauf des Zala-Flusses ist durch einen von Zala-Jstvänd in nord-südlicher Richtung abgehenden Kanal von 72 Kilometer Länge mit der Mnr verbunden. Dies ist der sogenannte Nagy-esatorna (Große Kanal). Die Zala fließt in den Plattensee, die Mnr in die Dran. Zala und Mnr haben jede ein besonderes Stromsystem. Jede hat andere Nebenflüsse und die Linie der Wasserscheide ist zwischen ihnen ganz deutlich. An dem Kanal, der beide verbindet, ist nicht sowohl die Ausführung interessant, als vielmehr der ganz originelle Plan. Die Linie der Wasserscheide zwischen Zala und Mnr läuft in der Richtung auf Pacsa. In der Nähe dieses Ortes, am Fuße der Rajker Hügel, entspringt der Bach, der seit uralten Zeiten Kanizsa-Flnß hieß; er floß von hier südwärts gegen die Stadt Kanizsa, trennte Klein-Kanizsa von Groß-Kanizsa, nmfloß die zwischen diesen beiden Orten gelegene berühmte Festung Kanizsa und mündete bei dem Zrinyi-Brnnnen, dem einstigen Zrinyi- oder Zerinvär(Zrinyibnrg) in die Mnr. Dieser Fluß bildete ehemals Seen, Inseln und Sümpfe. Am Ursprünge des Kanizsa-Flnsses bei Pacsa hat die Wasser- scheide 152 Meter Seehöhe und der Fall des Flusses bis zu seiner Einmündung iu die Mur beträgt 132 Meter. Der Kanal des einstigen Kanizsa-Flnsses heißt jetzt Prinezipälis- csatorna (Prinzipal-Kanal) und hat eine Länge von 48 Kilometer. Der nämliche Kanal aber setzt sich, erst unter dem Namen Nagy-csatorna, dann als Foglär-csatorna,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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