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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 256 -
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256 hatte auch die Erlaubniß, eine Burg zu bauen, und ist somit wohl als Erbauer der Reszueker Burg zu betrachten, die jedoch weit kleiner war, als daß sie den Türken mit Erfolg hätte widerstehen können. Heute ist von dieser Burg keine Spur mehr vorhanden. Zu erwähnen ist ferner im oberen Kerka-Thale Szent-Erzsebet, an der West- grenze des Comitats zu Füßen eines üppigen bewaldeten Berges gelegen. Früher war es ein Dorf, jetzt bildet es zwei Dörfer: Also- und Felsö-Szent-Erzsebet, das erste Eigenthum der Fürsten Esterhäzy, das zweite der Grafen Szäpäry. Im Kerkathale liegt Szöcsi-Sziget. Dieser Ortsname erhält das Gedächtniß einer großen, vor zwei Jahrhunderten ausgestorbenen Familie. Es gehörte seit dem XIV. Jahrhundert dem Felsö-Lendvaer Zweige der Familie Szechy von Rimaßecs, der im Jahre 1684 mit Peter, Obergespan des Eisenburger Comitats, erlosch. Peters Gattin war Gräfin Therese Batthyäny, seine Tochter Katharina heiratete den Grafen Franz Nädasdy. Die Besitzungen im Zalaer und Eisenburger Eomitat sind theils durch Erbschaft in weiblicher Linie, theils durch Schenkung oder Kauf an die Grafen Andräfsy, Batthyäny, Szäpäry und Szechenyi übergegangen. Szöcsi-Sziget liegt in einer herrlichen Mnlde des unteren Kerka-Thales, unterhalb der Stelle, wo Kerka und Eserta ineinanderfließen; einst war es, wie schon sein Name zeigt, eine von Bächen und Sümpfen umgebene Insel. Im Osten wird es von üppig belaubten, namentlich mit Kastanien bestandenen Höhen überragt. Seine alte, schon vor der Schlacht bei Mohäcs erbaute Burg wurde nach dem Falle Kanizsas infolge des Reichstagsbeschlusses vom Jahre 1608 in Stand gesetzt und auch die folgenden Reichs- tage versorgten es mit Kriegsbeiträgen an Geld und Robot, umfomehr, als das Kerkathal der gewöhnliche Einbruchsweg der türkischen Streifpartien war, die von Kanizsa aus das Eisenburger Eomitat und Steiermark brandschatzten. Ihrer Ausdehnung nach gehörte die Burg zu den mittelgroßen des Comitats. Das Muraköz (Murwinkel), dieser südlichste Theil des Zalaer Comitats, ist in die Bezirke von Perlak und Csakathnrn (Csäktornya) getheilt und umfaßt 150 wohlhabende kroatische Gemeinden nebst etwa 40 gut bevölkerten Pnszten. Mit Ausnahme des westlich von Mura-Szerdahely und Csakathnrn gelegenen, an Steiermark grenzenden, hüglig gewellten Landstrichs, sind beide Bezirke ebenes Flachland, stellenweise mit kiesigem Unter- grund, im Allgemeinen mit fruchtbarem Alluvialboden. Im Norden wird es von der Mnr begrenzt. Die südliche Grenze bildet die Dran, die sich noch in urwüchsigem, nicht regnlirtem Zustande befindet und ihr schlammiges, oft anschwellendes Gewässer in Hunderten von Windungen von Bucht zu Bucht, von Insel zu Insel, zwischen üppigen Weidenbeständen, Erlenwäldern und Ginsterdickichten dahinwälzt, bis sie bei Legräd das Zalaer Comitat verläßt.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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