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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 326 -
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326 Häuptern jenseits des Wasserscheide-Tunnels von Abaliget auftauche», schleichen nnlustig uach Norden davon, als kränkten sie sich wegen des großen Umweges, den sie mit dem Kapos machen müssen, um «ach Tagen endlich die Donan zu erreichen, in der ihre noch weiter landeinwärts geborenen Schwestern längst zur Ruhe gelangt sind. Denn die anderen alle eilen südwärts nach dem Ormansäg hinaus; so lange schlüpfen und hiipfeu sie umher, bis sie einen Ausweg finden, durch den sie hinablaufen zum kleinen Okor, dessen Nymphe mit schlammigen Füßchen und weidengrauen Locken sie erwartet und mitnimmt in die Ebene. Bei Monos-Okor (der alten Abtei uck Uonasterium Huxtu Okor) vereinen sie sich mit dem von Szigethvär kommenden Almäs, dann weiterhin mit dem Fünfkirchener-Bach und ändern unterwegs dreimal den Namen, als wären sie ans unerlaubten Pfaden schleichende Flüchtlinge, um schließlich bei Palkouya in die Dran zu fallen. Gefälliger ist der Anblick derjenigen, welche die Wirthschaft durch Pflege uud Regelung nutzbar gemacht hat. Den Fünfkirchueru spendet der Jakobsberg seinen Krystall aus hundert Quellen, deren reichste der über der Stadt nistende Tetye ist. Weiterhin folgen die von Peesvärad, darunter Bela's Brunnen (Böla Kütja), der den Namen des blinden Königs führt. Noch weiterhin ragt als Endpunkt der immer wuchtiger ansteigenden Bergliuie der ewige Zeugö, dessen ruinengekrönten Gipfel die Wolken heimsuchen, um bei unbekannten Geistern zu nächtigen. Das umfangreiche Bergmassiv — der höchste und reichste Berg jenseits der Donau — ist mit dichter wohlgehegter Walduug bedeckt, dessen kreuz und quer laufende Durchschläge das muntere Reh mit kokettem Sprnug übersetzt; in den vor Hitze und Frost geschützten Thälern öffnet der frühe Lenz die Blumen und singt die Amsel spät in den Herbst hinein. Man denkt an den quellen- reichen Jda, nicht anders sprudelt es rings um die Wette von Wässerchen. Am kräftigsten und muntersten geberdet sich der Blasinsbruuueu (Baläzs-Küt), dessen frisches Naß in dichtem Kastanienwald mannsdick hervorbricht, dann in tiefem Grunde das Honig- uud obstreiche Värkouy benetzt, noch etliche Thälchen durchläuft, dessen Äderchen es insgesammt an sich lockt, um unterwegs Hunderten von armen Müllern ihr Brod zu reichen und schließlich unter dem Namen Peesvärader Wasser (pecsvüraäi vix) uuteu bei Villauy zu erscheinen. Dort verläßt er die Hügel und zugleich seine Richtung, seinen Namen, seine Jugend. Nach Osten abbiegend, heißt er nun Karasieza, läuft in gegrabenem Bett dem Fuß der unteren Barauyaer Berge entlang durch Ebenen, auf denen trübe Erinnerungen lasten, nach Kis-Köszeg, wo er sich in die Donau wirft. So gelangen die tausend Bächlein des Meesek durch zwei Pforten ins Freie: die Karasicza führt sie der Donau, der Okor oder Feketeviz (Schwarzwasser) der Drau zu. Nur ein einziges sucht die übrigen nicht auf, souderu irrt einsam umher, das kleinste, aber tiefste Gewässer, das einst ein Reich verschlungen hat. Das ist der Csele oberhalb Mohäes.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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