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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 341 -
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341 Ihre Geschichte ist durch den Fünfkirchner Domherrn Koller in sieben großen Bänden geschrieben, die der Stadt von Mehreren, am erschöpfendsten von Michael Haas. Der gelehrte Bonipert ist der erste Bischof, der heilige Maurns der zweite; Erzbischof Calanns, Bischof Bartholomäns und Cardinal Valentin sind Staatsmänner; Hiob und Nikolaus befehligen Heere; Wilhelm der Freigebige, Jauus Pauuonius der Dichter, Möre der Märtyrer; dauu folgt eine lange Reihe von Gelehrten: Gregoriauczy, Veraucsics, Draskovics, Dudics, Telegdi, die nur die Armuth des Bisthums trugen. Der Priester- Soldat Radonai bekehrte mit Feuer uud Schwert und baute unermüdlich. Er räumte Ruinen weg, das war seine Aufgabe, und auf diese Ruinen bauten, nachdem der Friede der Ärpädenzeit wiedergekehrt, nacheinander ihre Altäre Georg Klimö, Josef Kiräly, der unvergeßliche Szepeffy, dem die Bürgerschaft Fünfkirchens ein Standbild errichtet hat, und Seitovßky. Der gesammten Wirksamkeit von 75 Vorfahren fehle im Jahre 1891 der jetzige Bischof Ferdinand Duläußky die Krone aus, indem er die Restauration der Domkirche durchführte, ein glänzendes Denkmal für Jahrhunderte. Ganz Baranya war dabei anwesend, das ganze Land und der König. Die Stirne des alten Meesek erheiterte sich. Seit 400 Jahren, seitdem König Matthias hier gewesen, hatte er kein solches Fest geschaut. Der lange Grat des Meesek bildet eine Grenzlinie, nicht nur auf der Erde, sondern auch in den Lüften. Nördlich von ihm ist der Himmel rauher; dort wechseln langer Winter und später Frühling, ein kalter Wind fährt durch die Thäler, deren Thore sich nach Norden öffnen, und peitscht die Flanken der Hügel mit kaltem Regen, im heißen Sommer aber legt sich die Sonne glühend in sie hinein, die Luft wird drückend und erstickt das Korn des Weizens. Diese Berggruppe ist in nördlicher Richtung von zwei langen Thälern durchschnitten, dem von Bükkösd-Säsd und dem von Hofszn-Heteny. In diesen anmuthigen und fruchtbaren Thälern liegen Reihen magyarischer Dörfer, während an den rauheren und höheren Punkten deutscher Fleiß seine Eroberungen macht. Die Nebe friert hier und prangt blos an wenigen, geschützteren Stellen, die Natur entschädigt jedoch vollauf durch reiche Buchenwälder und zahlreiche Gattungen süßen Obstes; Erdbeeren, Haselnüsse, Kastanien erfüllen die Wälder; die Gärten strotzen von Edelobst, dessen Zucht schon in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Verdienst der ehemaligen Grundherren, noch mehr aber der Pfarrer war, die zn diesem Zwecke sogar einen Verein gebildet hatten. Die waldigen und felsigen Verästelungen der Gebirge kreuzen sich in mannigfaltiger Grnppirung und in ihren engen Thälern bergen sich über siebzig kleine Dörfer. Selbst die Türken trugen Bedenken, in diese Thäler hinabzusteigen, und wenn sie es wagten, thaten sie den friedlichen Dörfchen nichts zu Leide, deren Völkchen ueben der Bebauung seiner eng umzirkten Äcker auch dem Holzfällen und
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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