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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 376 -
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376 mit Schloß; Gösfa, mit einem Wein, der dem Schomlauer gleichkommt; Rum, Wiege des Geschlechts der Rnmy; Baltavär mit Schloß und Park; Györvär an der Straße nach Zala-Egerßeg, ein Kurutzen^ Schlachtfeld; Egervar, die Stammburg der Egerväry, wo zur Zeit Franz Raköezys II. der in der Schlacht bei Györvär (7. November 1707) gefangene General Hannibal Heister verwahrt wurde. Nicht zu vergessen ist das prächtige und behaglich eingerichtete Schloß zu Mikosd, ueuerdings durch die Familie Mikos erbaut. Der Bezirk ist reich an Wäldern und Weinbergen. Ein Theil ist flach, das Meiste aber hügelig und daher Hegyhät (Bergrücken) genannt. Etwa 17 Kilometer südwestlich von Eisenburg liegt der Hauptort des Körmender Bezirks, Körmeud, an der Raab, mit 5.334 Einwohnern, Dampfmühle, Bierbrauerei, Sparkasse und Honvedkaserne. Das im Viereck gebaute Schloß gehört zum fürstlich Batthyany'schen Fideicommiß und enthält ein werthvolles Archiv, eine Antiquitäten- sammlung und im Parke Statuen von Kunstwerth. Könnend war vor 1595 im Besitz von Thomas und Peter Erdödy, seither in dem der Brüder Johann, Ladislans und Paul Joö von Kaßahäza. Zackersdors (Csäkäny) liegt gleichfalls an der Raab; es gehört den Grafen Batthyäny. In Jväncz wurde 1766 der ungarische Philolog Franz Kreßnerits geboren, von dem ein werthvolles ungarisches Wörterbuch herrührt. Die Familie Sigray hat hier eine Besitzung und Schloß. Südlich von Zackersdors erstreckt sich, theils im Könnender, theils im St. Gottharder Bezirk, das Hügelgebiet des Örseg, eine Specialität des Eomitats. Das Orftg, im südwestlichen Theile desselben gelegen, ist ein von Ost zu West 19 22 Kilometer langes und von Nord zu Süd 12 25 Kilometer breites Gebiet, das 18 magyarische Gemeinden umfaßt. In alten Urkuudeu kommt es als „Eörsegh", „Orssger Land", als „peculium* der heiligen Krone vor und wird schon von König Matthias 1 als „adeliger Bezirk" bezeichnet. Einst bildete es ein besonderes kleines Comitat im Comitat, insofern es eigene Obrigkeiten und Statuten besaß; die 18 Gemeinden machten ein Ver- waltungsgebiet für sich aus und anerkannten das Comitat nur in gewissen Fällen als vorgesetzte Behörde. Die höchste obrigkeitliche Person hieß .«Zi-na^x" oder .ispäii". Unter dem örna^x standen die von den 18 Gemeinden gewählten 12 Stnhlgeschwornen und bildeten mit ihm die Gerichts- und Verwaltungsbehörde des Örsög. Die Bevölkerung des Örseg leistete einst Grenzerdienste und hatte deshalb eine militärische Organisation. Die Gemeinden sind in einer Urkunde Ladislaus IV. folgendermaßen angeführt: Eöri- Szent-Peter (einst befestigter Hauptort des Örseg), Jspang, Külsö-Räkos, Zakmer (Szaknyer), Belsö-Rakos, Pankaß, Szata, Kerkäs-Käpolna, Bajanhaza, Senyehäza, Dävidhäza, Kotormän, Hodos, Kapornak, Kercza, Szomoröez und Bükalja. Als solches privilegirtes Gebiet besteht aber gegenwärtig das Örseg nur noch dem Namen nach. Die Bevölkerung des Bezirkes ist magyarisch, doch kommen auch Deutsche uud Kroaten vor.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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