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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 442 -
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442 Herzogs von Oppeln und heiratete später Georg VI., Grafen von St. Georgen und Bösing, bei dessen Familie Altenburg bis zu ihrem Erlöschen (1516) verblieb. Das äußere Zeichen dieser Zugehörigkeit ist noch jetzt am Gewölbe des Basteithores zu sehen, dessen Schlußstein das Wappen der Grafen von Bösing mit dem sechszackigen Stern trägt. Die Burg fiel an die Krone zurück und Ludwig II. schenkte sie seiner Gemalin Maria, welche sie dem Burghauptmann Stephan Amade anvertraute. Amadi wurde in diesem Amte auch durch König Ferdinand I. bestätigt, der seine Schwester Maria (1528) in diesem Besitze feierlich bestätigte. Als im Jahre 1529 Soliman sein gewaltiges Heer gegen Wien vorschob, konnte die böhmische Besatzung von 300 Mann unter Stephan Amad? von Varkony nicht hoffen, daß sie wirksamen Widerstand würde leisten können, und steckte daher die Burg sammt der anliegenden Ortschaft selber in Brand. Nachdem die Türken von Wien geschlagen abgezogen waren, wurde die Burg wieder hergestellt, ja verstärkt, doch spielte sie, wie es scheint, Amade bald dem Szapolyay in die Hand; wenigstens war sie im Jahre 1533 Schauplatz von Unterhandlungen zwischen den Gegenkönigen Ferdinand I. nnd Johann, die wegen einer in der Gegend ausgebrochenen Seuche unterbrochen werden mußten. Auch im XVII. Jahrhundert hatte Altenburg viel Ungemach zu bestehen. Im Jahre 1605 wurde es durch Bocskay's Scharen eingeäschert, 1619 durch Gabriel Bethlen besetzt, der sein Hauptquartier in der „Randhof" genannten Curie, dem jetzigen Gasthof „zum schwarzen Adler" hatte. Der kaiserliche Feldherr Bonqnoi verdrängte ihn jedoch bald und eroberte auch Raab. Bouquoi verstärkte die Beste durch neue Basteien, woran noch jetzt der Name der Basteigasse erinnert. Im Jahre 1683, als die Türken das christliche Heer bis Neusiedl zurücktrieben, verbrannten sie unterwegs auch die Beste vou Altenburg. Im XVIII. Jahrhundert brach für die Stadt ein dauerhafter Frieden an, ihre günstige Lage ließ sie die erlittenen Schäden rasch wieder gutmachen und sie gedieh trefflich. Gefördert wurde dies, als Maria Theresia die Altenburger Herrschaft als Hochzeitsgeschenk für ihre geliebte Tochter Erzherzogin Christine ankaufte, die bis 1798 in glücklicher Ehe mit dem Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, Sohn des Polenkonigs August III., lebte. Im Jahre 1818 wurde die alte Burg als Musensitz geweiht, indem sie die damals gegründete landwirtschaftliche Lehranstalt aufnahm, die mit der Zeit zu europäischem Ruf gelangte und noch jetzt gedeiht. Um das Zustande- kommen dieser Anstalt erwarb sich der damalige Domänendirector Anton v. Wittmann große Verdienste. Der damalige Eigenthümer der Herrschaft, Herzog Albert von Sachsen- Teschen, hatte nämlich den Director aufgefordert, ihm einen Vorschlag zu unterbreiten, wie er sein Wohlwollen für die ungarische Nation und das Wieselburger Comitat auch durch Errichtung eines bleibenden Denkmals bethätigen könnte. Wittmann schlug dem Herzog in
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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