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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
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470 zwischen diesem Dorfe und Koronczo kämpfte im Jahre 1704 der kaiserliche General Heister seinen harten Strauß gegen Simon Forgäcs, den Anhänger Franz Räköezis II. Im Jahre 1849 fand hier ein Gefecht zwischen einer Abtheilung des ungarischen Corps Pöltenberg und den kaiserlichen Truppen unter Wimpffen statt. Töth ist die volkreichste Ortschaft dieser Gegend und eine berühmte Ansiedlnng von Petschenegen. Im Jahre 1269 schenkte Bela IV. die Besitzung Töth seinem Thürsteher Thomas Poky, dessen Nachkommen sie bis zur Mitte des XVII. Jahrhunderts innehatten. Als 1809 Raab in französischen Händen war, hielt das Comitat seine Sitzungen zeitweilig in Teth ab. Felpicz war einst Besitzthnm des Geschlechtes Peecz, von dem die gräfliche Familie Apponyi abzweigt. Gyömöre war, wie Manche meinen, der Rand des einstigen Avarenringes; im XVI. Jahrhundert ist es Eigenthum des Valentin Török von Enying, später der Csaky, dann der Esterhäzy. Das südöstlich von Gyömöre gelegene, recht volkreiche Kajärist seit den Tagen St. Stesans im Besitze der Benediktinerabtei zu Bakonybel. Im südwestlichen Theile des Comitats liegt Gyarmath, an dessen Stelle einst die römische Colonie Mursel la stand. Hier zog die durch lebhaften Verkehr ausgezeichnete Handelsstraße von Arrabona (Raab) nach Sabaria (Steinamanger) durch. Nordwestlich von Gyarmath liegt im Marezal- und Naabthale Möriezhida, wo im XIII. Jahr- hundert Moritz, Obergespan von Neutra, eine Probstei der Prämonstratenser gegründet haben soll, deren Gebäude während der Türkenzeit spurlos verschwunden ist. Nördlich von hier liegt, links der Raab, im Tököz die Ortschaft Kö ny, im XIII. Jahrhundert Besitz der Johauniterritter, später des Naaber Kapitels, das die Verpflichtung hatte, einen Theil des von hier bezogeuen Einkommens zu Schulzwecken zu verwenden. Nahe dabei liegt Enese, Stammsitz der gleichnamigen Familie. In der nördlich des Tököz gelegenen Kleinen Schütt (Szigetköz) ist der Haupt- punkt Hidervär , dessen Gründer der unter Geza II. eingewanderte Ritter Hederich, Stammvater des berühmten Geschlechtes der Hederväry, gewesen. Die Sprößlinge dieses Hauses spielten als kirchliche und weltliche Würdenträger eine große Rolle im öffent- lichen Leben. Im Jahre 1348 erhielt die Familie von Ludwig dem Großen das ^us sslaäii für sämmtliche Besitzungen. Sie blieb im ununterbrochenen Genuß ihrer Güter bis 1521, als Franz Hederväry, Burghauptmann von Belgrad, wegen Untreue den größten Theil derselben einbüßte. Die coufiscirteu Güter verlieh Ludwig II. dem Paul Bakics. Später erlangte die Familie, theils durch königliche Schenkung, theils durch Kauf ihre Besitzungen wieder zurück, die dann durch die Präficirung und Heirat der Katharina Hederväry an die Familie Viezay, und nachdem diese im Mannesstamm
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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