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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 486 -
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486 den waldbedeckten Bergen des Wertes umkränzt, im Westen stößt er an jene sanfte Hügel- gegend, die sich bis Martinsberg erstreckt, im Norden aber streicht ebenes Land bis an die Donau. Totis liegt auf den Hügeln westlich vom großen See, Töväros hingegen in der Ebene am nordöstlichen Ufer des See's. Zwischen den beiden Gemeinden, gleichfalls am Ufer des großen See's, stehen der gräfliche Palast, die Burg und das Schloß. Die beiden Gemeinden im Halbkreise um den großen See, die gräflichen Gebäude und die auf den Felsen des Seeufers erbauten Villen grnppiren sich zu neuem reizenden Bilde. Die malerische Aussicht erhöht den Reiz der Gegend. Die Umgebung ist mit schönen Weinbergen, Wäldern, Quellen und Seen mannigfaltig geschmückt. Diese Schönheit der Natur macht es begreiflich, daß der Ort schon in ältester Zeit ungemein beliebt und besucht war. Schon in der Römerzeit stand hier eine Stadt, und zwar verlegen hervorragende Archäologen die oben erwähnte römische Colonie ^cl 1.neum k'elieis an die Stelle oder in die Gegend von Totis. Die zeitweise zu Tage geförderten Steinmetzarbeiten, Aschenurnen und Wasserleitungsreste bestärken diese Ansicht. Nach dem Sturze des römischen Reiches ließen sich auch hier, wie in den meisten Städten des Landes mährische Slaven nieder. Der nordöstliche Theil von Totis wird in den Urkunden noch im XlV. Jahrhundert .l'nta Llavvmealis* genannt. Vermuthlich waren es diese Slaven, welche die in der Völkerwanderungszeit zerstörte römische Colonie neu begründeten. Nach den Angaben der Chroniken wurde diese Gegend durch Ärpad selbst erobert. Herzog Geza verlieh angeblich die Ortschaft Totis sammt den zugehörigen Feldern dem Tanspathen seines Sohnes, einem apnlischen Grafen Deodat. Dieser gründete in Totis die nach St. Peter und Paul genannte Benediktinerabtei. Auch wissen die Chroniken, daß der Ort nach Deodat den Namen Tata erhielt. Die neue Abtei und mit ihr der Ort selbst nahmen einen raschen Aufschwung. Nach einer Grenzbegehnngs-Urkunde aus dem Jahre 1138 erstreckte sich die Gemarkung der Gemeinde bis an die Donau und selbst eine Donauinsel befand sich im Besitze der Einwohner. Im Jahre 1221 bestand die Gemeinde bereits ans zwei Theilen: dem alten Tata und einem neuen Orte, der als „nova villa* borkommt. Unter den Anjou wurde sie von der Jurisdiktion des Abtes eximirt und zur Stadt erhoben. Dies war ein wichtiges Moment in der Entwicklung von Totis; ihre volle Wichtigkeit aber erlangte die Thatsache dadurch, daß Sigismund Totis zur Krondomäne machte und zum ständigen Aufenthaltsort erwählte. So gelangte Totis für kurze Zeit zu weltgeschichtlicher Bedeutung. König Sigismund ließ die Gewässer des Ältaler mit großen Kosten kanalisiren und schuf den jetzigen großen „Fischteich", an dessen Gestade er eine Burg und darin
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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