Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinzenwerk
deutsch
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 520 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 520 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16

Bild der Seite - 520 -

Bild der Seite - 520 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16

Text der Seite - 520 -

520 Die im Nebensaale untergebrachte Kupferstichsammlung besitzt eine Fülle von alten und neuen Handzeichnungen, Stichen und Studien. Von Dürer'schen Stichen finden sich die Blätter der großen und kleinen Passion, die Apokalypse, Adam und Eva, Hubertus und des Meisters Selbstbildniß. Neben Blättern von Lncas von Leyden und Crauach sieht man Rembraudts Kreuzabnahme und Leee Homo. Sehr interessant sind auch die Stiche Naphael Morghens nach den Stanzen Rasiaels und die heiligen drei Könige Van Eycks. Die dritte Abtheilung des erzbischöflichen Museums ist die Bibliothek, die auf eisernen Gestellen vierzigtausend Bände vereinigt, darunter 150 Uniea und eine große Anzahl von Codexeu und Jncnnabeln. Neben der Bibliothek befindet sich das Primatial-Archiv. Die Sammlung von Prachtwerken ist eine besondere Gruppe des erzbischöflichen Museums. Sie enthält eine große Anzahl von kostbar ausgestatteten und glänzend illnstrirten Büchern, auch von Bilderwerken, die von fürstlichen Höfen herausgegeben wurden und niemals in den Buchhandel gelangten, Publikationen über weltberühmte Bildergallerien, Künstler, Museen und Kunstschätze. Die Antiquitätensammlung beschränkt sich vornehmlich auf kirchliche Kunstwerke des Christenthums (mit einer Sammlung mittelalterlicher Gewebe), doch finden sich in ihr auch zahlreiche vorgeschichtliche, römische, altchristliche und altungarische Gegenstände. Das Raritäteucabiuet ist der letzte Abschnitt des erzbischöflichen Museums. Hieher gehören die werthvolle Münzensammlung, dann allerlei kunstgewerbliche Arbeiten, die Sammlung von Wachsstatuen des Kölner Domherrn Hardy, etwa 50 Typenstudien, über die sich zu Anfang dieses Jahrhunderts selbst Goethe mit großer Anerkennung geäußert hat. Die pannonischen Steinsärge, Grabsteine, Grenzsteine, die Bruchstücke altchristlicher Plastik, byzantinischen und romanischen Stils, von den Bauwerken des alten Gran und noch andere Alterthümer von Stein sind im Umgange des Primatialhofes untergebracht. Die Bibliothek des erzbischöflichen Museums wird an Größe nur durch die Bibliothek der Erzkathedrale übertroffen. Diese bedeutende Büchersammlung wurde durch Ladislaus Kößeghy, Dompropst von Gran, im Jahre 1641 gegründet. Erzbischos Georg Lippay vermehrte sie um 1680 Bände aus der berühmten Fngger'schen Bibliothek. Sie hat ihr eigenes Gebäude, das im Jahre 1852 errichtet wurde und drei große Säle, nebst zwölf Zimmern enthält. Die Bibliothek der Erzkathedrale ist gegenwärtig 70.000 Bände stark. Ihren kostbarsten Schatz bildet der Codex der dem Ladislaus Bätori zu- geschriebenen Bibelübersetzung vom Jahre 1456. Sie besitzt auch anderthalbtausend Handschristeu, die bis ins XV. Jahrhundert zurückreichen. Erwähnung verdient noch die Bibliothek der Stadt Gran, 3000 Bände stark, die Stiftung Josef Helischers, eines gelehrten Senators der Stadt, der in den Zwanziger- Jahren die erste Monographie über Gran, in lateinischer Sprache, verfaßt hat.
zurück zum  Buch Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16"
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild