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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Galizien, Band 19
Seite - 248 -
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248 Der Schädel der Frauen ist im Vergleich zu dein der Männer bei den Polinnen nnd Rutheuiuneu um 5 bis k Millimeter kürzer uud um l» bis 7 Millimeter schmäler. Bei deu Juden jedoch erreicht dieser Unterschied in der Länge 8, in der Breite 9 Milli- meter. Daher ist, wie gewöhnlich, der Schädel der Frauen im Allgemeinen kleiner als jener der Männer. Unter den Polinnen haben die Lachensraueu im Vergleich zu den Goralinneu eiueu um ein Weniges, höchstens 2 Millimeter längeren und breiteren Kopf. Unter den Rntheninnen ist der Typus der Ruudköpfe um 12 Procent seltener als bei den Rnthenen. Der größte Unterschied der Geschlechter, was den Schädeltypus anbelangt, zeigt sich bei den Inden. Hier trifft man nämlich den Typus des Langkopfes zweimal so oft bei den Franen au als bei deu Männern, im Übrigen jedoch tritt jeder Schädeltypus unter ihnen in ziemlich bedeutendem Procentsatz auf, so daß es schwer zu bestimmen ist, in welchen von ihnen sie eigentlich einzureihen wären. Was die Form der Stirne und des Hinterkopfes anlangt, so tritt der Unterschied der Geschlechter nnr bei den Rnthenen etwas dcntlicher hervor; hier nämlich kommt bei den Frauen die schmale Stirne zweimal, der schmale Hinterkopf dreimal so häufig vor als bei den Männern. Das Gesicht ist bei den Polinnen im Durchschnitt um 13 Millimeter, bei den Jüdinnen um 10 Millimeter, bei den Rntheninnen aber kaum um 2 Millimeter kürzer als das der Männer. Die Breite desselben ist im Durchschnitt um je 7 bis 9 Millimeter geringer als die bei den Männern der betreffenden Nationalität. Beurtheilt man die physischen Eigenthümlichkeiten des galizischcn Volkes nicht sowohl uach den genauen Berechnungen der durchgeführten Messungen als nach dem Haupteindruck, den man durch den Augenschein erhält, so kann mau sagen, daß der Körperbau sowohl der Polen als der Rnthenen in seinem mittleren — bei den Rnthenen etwas höheren — Maße wohlproportionirt, bei den Bewohnern der Ebene im Vergleich mit den Goralen und nmsomehr mit den Juden breitschulterig, ihre Muskulatur kräftig, ihre Arbeitskraft ausdauernd ist, sowie daß ihre Bewegungen bei deu Lachen, namentlich jenen ans der Krakauer Gegend, lebhaft, bei den Rnthenen langsamer, bei den Goralen besonders behende sind. Ihr Gesicht ist oft mit einem meist herabhängenden Schnnrbart geziert, immer aber im Gegensatz zn den Inden ohne Bollbart. Im Allgemeinen ist es angenehm, was das Geschlecht anbelangt, jedoch öfter bei den Männern als bei den Frauen schön zu nennen. Dies trifft ganz besonders die Goralinnen, deren überwiegende Mehrzahl vom Ideal der Schönheit bedeutend abweicht, was neben den zumeist schönen Gesichtern der Goralen umsomehr ins Ange fällt. Der hier gegebene Umriß der äußeren Beschaffenheit der galizischen Bevölkerung schließt auch auffallende, wenn auch glücklicherweise sehr seltene Ausnahmen ein.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Galizien, Band 19
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Galizien
Band
19
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1898
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.48 x 22.34 cm
Seiten
920
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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