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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Galizien, Band 19
Seite - 838 -
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838 Brunftzeit das dröhnende Röhren eines oder mehrerer Capitalhirsche hören. Die Pürsch, nur zu oft ungünstig verlaufend, bringt doch dem glücklichen Jäger manchmal wundervoll ausgebildete, armdicke Geweihe als Jagdbeute, welche in den gewähltesten Sammlungen den bewundernden Blick des Kenners auf sich lenken. Die Zahl des Edelwildes soll sich bedeutend vermehrt haben; durchschnittlich werden jährlich 60 bis 70 Stück Edelhirsche gestreckt, von denen die größte Zahl auf diejenigen Bezirke entfällt, wo noch ausgedehnte Gebirgsnrwälder vorkommen, wie Dolina, Stryj, Nadworna, Tnrka. Die in den Wildparks wie z. B. in Krzeszowice gehegten Hirsche entwickeln sich befriedigend, erreichen aber nie die riesigen Dimensionen der in der Wildniß frei erwachsenen Capitalhirschen, unter denen selten Kümmerer vorkommen. Das Rehwild hat sich in den letzten Jahrzehnten auffallend vermehrt und auch an Terrain gewonnen, indem gegenwärtig Rehwild bis an die Ostgrenzen des Landes vorkommt, in Gegenden, wo vor etwa 30 Jahren ein versprengter Bock zu den größten Seltenheiten gehörte. Diese günstige Wendung verdankt das Land der Thätigkeit des galizischeu Jagdvereines (l'o^ar^vstwc» ^o^ieekie), welche durch ihre Bemühungen und die Herausgabe der Zeitschrift (der Waidmann) mächtig zur Hebnug des Wild- standes und der Jagd beigetragen hat. Die schon citirten Zusammenstellungen aus den Jahren 1885 bis 1893 weisen die für Galizien bedeutende Zahl von 49.109 Stück, und diese würde noch bedeutender sein, wenn nicht einige sehr schwere Winter den Wildstand im Allgemeinen geschädigt hätten. Auch die Hasen, welche sich wie das Rehwild mit steigender Cultur und der streng eingehaltenen Schonzeit schnell mehren, sind in vielen Gegenden sehr häufig, mit Aus- nahme des Gebirges, wo das Raubzeug nicht in Schranken gehalten werden kann und die schneereichen Winter vielen Hasen verderblich sind. Obwohl in Rudnik am 11. October 1887 ein junger Elch erlegt wurde, gehört das Elchwild nicht mehr zur galizischeu Wildfauna, indem nach alten Urkunden die letzten Elche im Jahre 1730 bei Niepoiomice erjagt wurden. Auf ihr früher häufigeres Vor- kommen deuten viele Ortsnamen. Um vieles mannigfaltiger und zahlreicher, aber auch wechselnder ist das galizische Federwild. Das Gebirge mit seinen uralten Wäldern, die großen theilweise sumpfigen Niederungswälder, wie die großen steppenartigen Flächen, besonders aber die Sümpfe, Tümpel und Teiche bieten zahlreiche bequeme Rift- und Standplätze für das Federwild. Vom Waldgeflügel besitzt Galizien das Auerhuhn, welches, nicht nur im Gebirge, sondern auch in Niederungswäldern, wie z. B. bei Rozwadöw vorkommt. Nicht selten ist das Birk- und Haselhuhn. Die Waldschnepfe zeigt sich in wechselnden Zügen, nistet auch an manchen Orten.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Galizien, Band 19
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Galizien
Band
19
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1898
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.48 x 22.34 cm
Seiten
920
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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