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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Galizien, Band 19
Seite - 860 -
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860 die Swoszowieer auf viel ärmere Erze — kaum 12 bis 16 Percent Schwefelgehalt — angewiesenen Gruben ihren Abbau zuerst beschränken und dann gänzlich auflassen. Seit dem Jahre 1884, in dem das ganze ärarische Schwefelwerk aufgelassen und alle Grubenrechte gelöscht worden, hat Swoszowice ebenso wie das Schwefellager in Trnskawiec nur einen geologischen Werth und außerdem als Schwefelbad eine ziemlich beschränkte Bedeutung. Günstiger liegen die Verhältnisse für das letzte nutzbare Mineral der Karpathen, das hier noch kurz besprochen werden soll, für die Braunkohle. Miocäne Braun- kohlenlager treten sowohl im Westen des karpathischen Nordrandes bei Grndna Dolna unweit von Dxbica, wie auch mitten im Gebirge, bei Nen-Sandec und Neumarkt, schließlich auch weit im Osten am Fuße der Karpathen in Myszyn und Nowosielica südlich und östlich von Kotomea auf. Die Saudecer Lignitlager haben gegenwärtig gar keine, die Grndnaer Flötze nnr eine ganz geringe bergmännische Produktion aufzuweisen und die Jahresproduktion dieser letzteren Gruben, die bei ziemlich guter Qualität der Kohle und der nicht unbedeutenden Mächtigkeit des Flötzes gut prosperireu könnten, beträgt im letzten (1895) Jahre kaum 17.851 Meterceutner im Werthe von 5.355 Gnlden. Nur das ostgalizische Braunkohlenrevier von Myszyn und Nowosielica erfreut sich einer steten und günstigen Entwickelung und die verhältnißmäßig sehr gute Qualität der Kohle, wie auch der empfindliche Holzmangel in jener an das waldlose Podolien unmittelbar angrenzenden snbkarpathischen Gegend können dem dortigen Brannkohlenbergbau eine vielversprechende nnd hoffnungsvolle Zukunft eröffnen. Bereits dem podolifchen Gebiete gehören die Braunkohlenlager von Glinsko und Skwarzawa bei Zölkiew und die anderen noch wenig erschlossenen Lignit-Ausbisse bei Nawa rnska, Ztoczöw und Czortköw an. An zahlreichen Punkten sind auf diesem West- und Nordrande der podolifchen Platte die Braunkohlenspuren seit langer Zeit bekannt, nur in einer einzigen Gegend jedoch, bei Glinsko und Skwarzawa gaben solche Ausbisse Veranlassung zu einem größeren Bergbanbetriebe, der seit etwa 30 Jahren nicht unbedeutende Kohlenmengen geliefert hat. Die Reviere von Grndna Dolna, Glinsko und Myszyn mit Nowosielica sind daher gegenwärtig die einzigen Produetionspnnkte der galizifchen Braunkohlen, die im Jahre 1895 im Ganzen eine wohl viel größere als früher, aber noch immerhin wenig beträchtliche Menge (457.800 Metercentner Braun- kohle im Werthe von 227.659 Gulden) erzeugten. Mit den Braunkohlen sind wir in Podolien angelangt, welches als das dritte geologische Gebiet Galiziens mit Ausnahme derselben nnr verschiedene Arten von Bau- materialien als nützliche Mineralien aufweist. Diese Baumaterialien würden gewiß eine viel größere Bedeutung und Verwendung verdienen, als sie ihnen bisher zn Theil wurde. Der rothe devonische, äußerst feinkörnige und harte, in Platten leicht
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Galizien, Band 19
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Galizien
Band
19
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1898
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.48 x 22.34 cm
Seiten
920
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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