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Nach A. Pumnul publicirten rumänische Lesebücher für Mittelschulen nur noch die
Gymnasialprofessoren Stefan Stefureac (1845 bis 1893) und Jon I. Bumbac. Für die
übrigen Lehrgegenstände an Mittelschulen begann man erst seit der Einführung von
rumänischen Parallelclassen am Snczawer griechisch-orientalischen Gymnasium im Jahre
1881 rumänische Lehrbücher zu übersetzen oder umzuarbeiten. In dieser Beziehung zeigten
sich die Professoren Samuil V. Jsopeskul, Konstantin Cosovici, Konstantin Procopovici
und Dr. Animpodist Daschievici thätig. Lehrbücher für den rumänischen Religionsunter-
richt an Mittelschulen veröffentlichten Samuil Andrievici-Morariu, Konstantin Andrie-
vici-Morariu (1835 bis 1875), Jnvenal I. Stesanelli und Kalistrat Coca. Auch für die
Hebammenschule in Czernowitz hat der Leiter derselben, Professor Dr. I. Ritter von
Volcinski, ein rumänisches Lehrbuch veröffentlicht. Durch die Thätigkeit der genannten
Professoren wurde der Unterricht in der rumänischen Sprache in allen Lehrgegenständen,
auch an den Mittelschulen der Bukowina ermöglicht.
Als eine Ergänzung der national-cultnrellen Bestrebungen der Bnkowiner Rumänen
ist auch ihre literarische Thätigkeit auf dem Gebiete des Zeitungswesens anzusehen. Wie-
wohl hiezu noch sehr wenige geeignete Kräfte vorhanden waren, so versuchte dennoch der im
Jahre 1862 von I. G. Sbiera und anderen Schülern Pnmnnls gegründete und von
Alexandrn Hnrmnzaki inangnrirte Berein „kieuniuns leptui-a", der bald darauf den
Namen ,8otietatea pentru eultura si literaturs romlnä In Lueovina" annahm, als
eigenes Organ eine literarische Zeitschrift unter dem Titel: „k'oalsa Sotietütii« im
Jahre 1865 herauszugeben, die anfangs (18 Monate lang) von Dr. Ambrosin
Dimitrovitza (gestorben 1866), dann aber bis Ende 1869 von I. G. Sbiera redigirt
wurde. Nach einer Unterbrechung von zwölf Jahren erschien sie wieder in den Jahren
1881 bis 1884 unter dem Namen Aurora kioimna, rsvistä lunarä, stiintillea si
llterurä" und unter der Redaction des Gymnasialprofessors Jon I. Bumbac. Ein viel
gelesenes Volksblatt war die von dem Pfarrer in Eoroviea bei Czernowitz, Simion
Cobilanski, in den Jahren 1883 und 1884 vortrefflich redigirte ,3telutä°, die zweimal
im Monate erschien; nicht minder die ,vesteptarea«, die unter der verantwortlichen
Redaction des Jllie Dimitrovici vom Buchdrucker Dumitru Bucevski seit 1893 zweimal
im Monate herausgegeben wird. An diese reihte sich die rein kirchliche Zeitschrift
die seit dem Jahre 1882 regelmäßig einmal im Monate erscheint und
anfangs von dem Universitätsprofessor Dr. Bassile Mitrofanovici, später von dem
Ezahorer Pfarrer Artemin Berarin und zuletzt von dem Universitätsprofessor Dr. Emilian
Boiutzki für den rumänischen, und von dem Gesangsprofessor Isidor Worobkiewicz für den
rnthenischen Text derselben redigirt wurde. Schließlich erwähnen wir hier noch die als
Organ des politischen Vereines ^oncoräia" herausgegebene Zeitung ,1ievista politieä',
Bukowina. 25
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Bukowina, Band 20
- Titel
- Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
- Untertitel
- Bukowina
- Band
- 20
- Herausgeber
- Erzherzog Rudolf
- Verlag
- k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
- Ort
- Wien
- Datum
- 1899
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 15.14 x 21.77 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
- Kategorien
- Kronprinzenwerk deutsch