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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
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444 Stanropigianische Institut in Lemberg einen dem XVI. Jahrhundert ungehörigen Buch- einband eines Evangel iums aus Snczawa; Suczawitza mehrere Evangelien aus den Jahren 1K05 bis 1607 von Jeremias Mogila. In diesem Kloster wird auch ein jüngeres, sehr kostbares, großes Evangeliumbuch vom Jahre 1781 aufbewahrt, dessen figürliche, in ovale Felder vertheilte uud mit Ornamenten umgebene Reliefs eine vorzügliche Meister- hand bekunden. An den aus dem ersten Viertel des XVII. Jahrhunderts stammenden silbernen Einbanddecken des Klosters Dragomirna erscheint bei den Umrahmungen der verknüpfte Wulst angewendet. Reiche Beschläge zeigen ferner einzelne Bilder. Entweder ist blos der Rahmen, der Heiligenschein oder der Hintergrund — wie an einem kleinen Muttergottesbilde in Suczawitza — oder es ist in byzantinischer, heute namentlich in Rnßland üblicher Art, alles mit Ausnahme des Kopfes, der Hände, beziehungsweise der Füße Plastisch in Metall gestaltet, wie an einem alten Bildchen in Pntna. Unter den Schätzen des letztgenannten Klosters wird übrigens noch ein von Kaiser Emanuel Paläologos herstammendes Mnttergottesbild, das mit Gold und Edelsteinen reich geschmückt ist, angeführt. Von den Objecten der Kleinkunst in Edelmetall muß des wahrscheinlich die Hälfte einer Mantelschlicße darstellenden, im Jahre 1892 zu Meretzei aufgefundenen, mit Almandinplättchen besetzten massiven Goldschmuckes gedacht werden, der, wie ein bohnen- förmiger, im Übrigen gleich behandelter Goldknopf an den bekannten Schatz von Petroaffa in Rumänien erinnert: beide Gegenstände befinden sich im Bukowiner Landesmnseum. Der Vollständigkeit halber ist noch bezüglich der Kleinplastik anzuführen, daß schon Bogdan I. moldauische Müuzen prägen ließ, daß aber die erste Münzstätte hier, und zwar in Snczawa, erst unter Heraklides nach der Mitte des XVI. Jahrhunderts ins Leben trat. Ende des vorigen Jahrhunderts errichtete ferner Rußland in Sadagöra eine Münze, in welcher allerdings nur Kupferstücke geprägt wurden. Hohen Werth legten die Wojewoden auf eine reiche Ausstattung ihrer mit dem moldauischen Wappen geschmückten Siegel, deren Abdrücken wir zahlreich in den alten Urkunden begegnen. Die Meister der besprochenen Werke der Kleinkunst werden wir in den seltensten Fällen in der Bukowina, überhaupt iu den ehemalige» Donaufürstenthümeru selbst zu suchen haben, mit Ausnahme etwa der Holz- und insbesonders der Miniatnrschnitzereien. Diese mögen wohl von einzelnen knustgeübten Mönchen herrühren, welche direct oder indirect zum byzantinischen Kunstcentrum der damaligen Zeit, der wiederholt erwähnten Athosinsel, in Beziehungen standen; in späterer Zeit nahmen sich dieser Arbeiten auch eigene Dorfkünstler an. Die Gegenstände in edlen Metallen werden fast ausschließlich auswärts hergestellt worden sein, wie dies besonders bezüglich der von Stefan dem Großen dem Kloster Putua gewidmeten im Allgemeinen bemerkt wird. Im Besondere» wissen wir,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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