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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 451 -
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451 ornamentaler Bemalung. Die Fresken der Radautzer Kirche stellen letztere auf der Widmnngswand ohne Vorhalle dar, ein Beweis, daß die Ausmalung vor Errichtung der Vorhalle, das ist vor 1559 erfolgte. An der 1488 erbauten ehemaligen Klosterkirche Woronetz ließ die Malerei inschriftlich der Metropolit Gregor Roszka, 1546, mit dem Bau der Vorhalle herstellen oder vielleicht nur erneuern, wie beispielsweise ja auch die Kuppel zu Watra-Moldawitza zwei Schichten von Malereien trägt. Dermalen erscheinen mehr oder weniger vollständig die Kirchen zu Woronetz, St. Jllie, Arbora, Klosterhumora, Watra-Moldawitza, Suczawitza und die St. Georgskirche in Suczawa bemalt; nur innen die Demetriuskirche in Suczawa, sowie die Kirchen in Radantz, Badentz, Petrontz Parhoutz, Dragomirna, Horeeza. An einigen dieser Kirchen wurde die bestandene Außen- malerei übertüncht oder völlig abgeschlagen. Die außen nicht bemalte Klosterkirche Dragomirna, deren Vorhalle — des Ablebens des Stifters wegen — in ihrer Bemalung unvollendet blieb, war jedenfalls auch für Außeubemalung projeetirt. An vielen Kirchen, wie Pntna, Solka :c. ist die Malerei infolge späterer Renovirnngen vollständig verschwunden. Wie an manchen georgischen Kirchen zerstörten oder schädigten auch in der Bukowina Tataren einzelne Malereien, z. B. in Watra-Moldawitza. Über die künstlerischen Urheber der Wandmalereien selbst besitzen wir keinerlei bestimmte Nachrichten und es ließen sich auch bis jetzt keine Namen auf den Bildern selbst finden. Blos vereinzelte Sagen beschäftigen sich mit den Freskomalern; so eine mit dem der Klosterkirche Suczawitza: Erst nach langem Suchen konnte ein tüchtiger Künstler gefunden werden; inmitten der Arbeit aber, und zwar gelegentlich der Herstellung der Außenmalerei, stürzte er vom Gerüste und blieb auf der Stelle todt, weshalb die äußere Bemalung auch nicht zu Ende geführt werden konnte. Eine andere Sage erzählt von dem unglücklichen Ende des Malers der Kirche Watra-Moldawitza, den Fürst Peter Raresz köpfen ließ. Vergleichen wir indeß die hiesigen Malereien, sowohl was den Inhalt derselben, als die Vertheilung, Detailbehandlung und technische Durchführung anbelangt, mit jenen der Klöster vom Berge Athos, so finden wir, fast bis ins kleinste Detail, eine völlige Übereinstimmung. Über die Kirchenmalereien des Athos unterrichtet uns das bekannte „Handbuch der Malerei vom Berge Athos", das aus dem XVI. Jahrhundert stammen dürfte und den Maler Priestermönch Dionysios zum Verfasser hat. Für seine eigene Thätigkeit diente ihm ein Meister des XII. Jahrhunderts, Manuel Panselinos — wie er bescheiden sagt — als unerreichbares Vorbild. Die in dem Handbuche niedergelegten ikon»graphischen Beschreibungen passen nun in jeder Beziehung auf die moldauisch- byzantinischen Kirchemnalereien, wie man dies aus ihrer Vergleichuug mit den einzelnen Darstellungen leicht ersieht, z. B. der Darstellung des jüngsten Gerichtes, der Jacobs- leiter, der Gastfreundschaft Abrahams n. s. w. Aber auch die technische Ausführung zg»
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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