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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 452 -
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452 stimmt völlig mit dem überein, was hierüber das Handbuch enthält. Wir können deshalb mit Sicherheit annehmen, daß sich entweder die Künstler der hiesigen Malereien in der Kunstschule am Athos ausbildeten oder, was wahrscheinlicher ist, daß Mönche vom Athos selbst die Durchführung der Ausmalung hiesiger Kirchen übernahmen und bei dieser Gelegenheit vielleicht einheimische als Hilfskräfte verwendete Mönche in der Malerei unterrichteten. Inschriften auf Fresken im griechisch-orientalischen ehemaligen Kloster Skit- mare in Pokntien enthalten wiederholt Hinweise auf den heiligen Athosberg. Ähnliches gilt wohl auch in Bezug auf die Tafelbilder, welche, weil selten signirt, oft schwieriger als die Wandmalereien zu datiren sind. Die Kirche zum heiligen Johann dem Täufer in Snezawa besitzt ein kleines Tafelbild mit griechischen Inschriften, das wohl unstreitig von einem griechischen Maler stammt; in Radantz befindet sich ein aus dem Kloster Skit-mare herrührendes Bild, auf dessen Rückseite zu lesen ist: „Dieses Bildniß des heiligen Vaters Nikolai gehört der Kirche in Skit-mare, wo es durch den Priestermönch Job, den Maler, erneuert wurde im Jahre Christi Geburt 1698, im Monat August, in den Tagen des Jgnmens, des Baters Sosronie". Auf der Vorderseite trägt es die kirchenslavische Inschrift: „Dieses Bild ward in der Metropolie Radautz unter Bischof Hr. Pachomie im Jahre 1504 im Monate November 18 mit Silber beschlagen". Ein hübsches Bild, der thronende Christus in der Kirche zu Petrontz, trägt in kirchenslavischen Lettern folgende rumänische Inschrift: „Radnl, Maler, hat's überarbeitet, 1802". Von den Ikonostasen, von denen beispielsweise jene in Mamajestie auf einem Bilde die Jahreszahl 1760 und „Mathei Dunajewski, Maler aus Lemberg" trägt, stammen viele aus jüngerer Zeit; ihre Bilder, manchmal wohl älter als die Bilder- wand, besitzen im Allgemeinen keinen großen Kunstwerth. Daß die alte Kunst überhaupt im XVIII. Jahrhundert hier vollständig zurückging, ist zweifellos; gleichwohl findet man auch recht bemerkenswerthe, allerdings wohl fremde Leistungen. Von solchen sind die Bilder der Haupt-Jkouostasis aus Suezawitza hervorzuheben, sowie jene der allerdings erst ans dem Jahre 1805 stammenden, im Prouaos befindlichen Neben-Bilderwand. Von älteren Bildern erwähnen wir einzelne in noch bestehenden Ikonostasen befindliche oder vvu früheren Bilderwänden herrührende, und zwar: in der Kirche zu Czumorna (früher zu Kimpolung); iu der Kirche zu Stobodzia Komarestie (früher zu Rewua), beziehungsweise aus der Pfarrkirche zn Putua; aus der alten Kirche zu Zastavua u. f. w.; ein großes Bild in der Vorhalle zu Dragomirna, Christus auf dem Throne mit der drastischen Darstellung des Himmels und der Hölle; ein dermalen auf dem Corridor des Klosters Dragomirna befindliches großes Bild; zahlreiche Porträts von einzelnen Fürsten, Bischöfen oder Kloster- vorstehern, welche wohl vielfach spätere Copien sind zc. Die werthvollsten Gemälde dürften indeß die im Refektorium des Klosters Suezawitza depouirten, angeblich von der alten
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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