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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 456 -
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456 hiezn und genehmigte im Jahre 1863 die von dem Architekten Josef Hlävka verfaßten Pläne. Mit dem erzbischöflichen Residenzgebäude stehen das griechisch-orientalische Seminarinm nnd das sogenannte Priesterhans derart in Verbindung, daß diese Gebäude den großen, mit einem mächtigen Portal abgeschlossenen Vvrhos umgeben. Rückwärts reihe» sich an die Gebäude der Seminargarten, der prächtige Residenzpark und der Wirth- schaftshof. Im zweifarbigen Ziegelrohbau gehalten nnd mit glasirten Ziegeln eingedeckt, wurde der monumentale Bau, namentlich in seinen Detailformen, mit freier Benützung der moldauisch-byzantinischen Motive an den Bnkowiner Klosterkirchen errichtet und zeigt an sich eine seltene Stilreinheit, die sich bis auf das geringste Einrichtungsstück erstreckt. Geradezu ein Kleinod der Baukunst bildet die kleine, im Hauptgebäude befindliche Haus- kapelle zum heiligen Johannes Novi; hervorragend in ihrer Durchführung ist ferner die prächtige, mit dem Seminargebände in Verbindung stehende Seminarkirche. Von imponirender Wirkung ist der 22 Meter lange und 16 Meter breite Synodalsaa l , der mit seinen Säulengalerien, seinen Wandverkleidungen aus Bukowiuer Alabaster, seiner hochgelegenen, farbenreichen Holzdecke, seinen religiösen und historischen Fresken, seinen massigen Kronleuchtern und seinem sonstigen Menblement einen sascinirenden Eindruck macht. Reiche und edle Pracht entfaltet sich auch im Speise- sowie im großen Empfangs- saale. Der Bau begauu im Jahre 1864 und wurde, besonderer Hindernisse wegen, erst im Jahre 1882 vollendet. Der Bauaufwand betrug rund Millionen Gulden. In Ziegelrohbau und mit Benützung romanischer nnd byzantinischer Formen aus- geführt ist die armenisch-katholische Kirche in Czernowitz. Zu beiden Seiten der offenen Vorhalle besitzt sie niedrige, mit Zeltdächern versehene Thürme, während sich über der Vierung eine zeltförmig abgedeckte Laternenkuppel erhebt. Der Plan rührt ebenfalls vom Architekten Josef Hlävka her; die Ausführung fällt in die Jahre 1869 bis 1875. Edel in Anlage und Durchführung ist der in maurischem Stile von Julian Ritter von Zachariewiez in Lemberg geplante, 1873 bis 1878 errichtete israelitische Tempel. Die neuere Architektur in der Bukowina verdankt ihre Förderung dem Baudepartement der Laudesregierung, dem städtischen Bauamte und ganz besonders der im Jahre 1873 errichteten Staatsgewerbeschule in Czernowitz, aus welcher bereits eine Anzahl tüchtiger Baumeister hervvrgaugeu ist. Außer den einfachen Bauten des kürzlich bedeutend erweiterten Gymnasiums, der Realschule, der Lehrerbildungsanstalt, verschiedener Kasernen und zahlreichen Gerichts- und Verwaltungsgebäude» in den Prvvinzstädten wurden durch das Regiernngs-Baudepartement die imposanten Gebäude der Landesregierung und der Kaiser Frauz-Josephs-Uuiversität in Czernowitz, sowie im Jahre 1894 die elegant durchgeführte Priorswohnung im Kloster Suczawa, endlich die 1898 vollendete griechisch- orientalische Kirche in Rosch, letztere nach den Plänen des k. k. Baurathes G. Sachs iu
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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