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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 479 -
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479 werden. Die Eintheilung erfolgt gewöhnlich, wenn die Hengste das vierte Lebensjahr überschritten haben. Die militärisch-organisirte Gestütsbranche untersteht in administrativer Beziehung dem Ackerbau-Ministerium, in militärischer dem Militär-Jnspectorate der k. k. Pferdezucht-Anstalten, beziehungsweise dem Reichs-Kriegs-Ministerinm. Als Gestüts- Cvmmandant, welcher gleichzeitig Director und Vorstand der Anstalt ist, snngirt ein Stabsofficier, welchem sämmtliche militärische und civile Organe derselben untergeordnet sind. Die Leitung der Wirthschaft obliegt unter der mitverantwortlichen Oberleitung des Gestütsdirectors einem Wirthschasts-Jnspector. In Radantz ist der Sitz der Gestüts-Direction. Der Betrieb der Wirthschaft erstreckt sich auf fünf sehr ausgedehnte Wirthschaftsbezirke, jener des Gestütes auf ebeusoviele Gestütsposten, beziehungsweise im Ganzen auf 16 Gestütshöfe, von welchen einzelne das ganze Jahr, andere aber nnr während der Sommermonate in Benützung sind. Bei dem in Radautz befindlichen Gestütsposten sind außer der Beschälperiode die Pepiui'ere-Hengste, dann die im vierten Lebensjahre stehenden jungen Hengste vor deren Eintheilung in die Depots, ferner die zum An- und Zureiten, wie zum Einfahren bestimmten Pferde und ein Theil der Gebrauchspferde in zweckmäßig eingerichteten Stallungen untergebracht. Nach erfolgter dualistischer Gestaltung des Kaiserstaates fielen dem Staatsgestüte Radautz andere Aufgaben zu, als es bis zu diesem Zeitpunkte der Fall war. Die aus dieser Anstalt bis zum Jahre 1869 nach Galizien, der Bukowina, Ungarn und Sieben- bürgen eingetheilten Laudesbeschäler gehörten zumeist dem leichteren arabischen und anglo- arabischen Schlage an, während die westlichen Provinzen mit den schwereren Halbblnt- schlägen aus dem jetzigen königlich ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes versehen wurden. Diesen Umständen entsprechend ist die gegenwärtige Zuchtrichtung keine einheitliche. Radautz betreibt nunmehr die Zucht des edlen mittelschweren und leichteren englischen und arabischen Reit- und Wagenschlages, ebenso auch die Reiuzucht mit einem kleineren Stamme der Lippizaner- und Hnzulen-Raee. Der am 1. November eines jeden Jahres einzuhaltende Maximal-Pferdebestand des Gestütes beträgt einschließlich der Wirthschafts- und Gestütsgebrauchspferde 1258 Stück. Sowohl die Muttergestüte, wie auch die nach dem Geschlechteuud dem Alter geordneten Fohlenjahrgänge sind während der Wintermonate in gemauerten, langen, entsprechend breiten Laufstallungen untergebracht, in welchen sie sich zumeist frei bewegen können. Vor jedem Stalle befindet sich ein geräumiger Auslauf-Tummelplatz, auch Okol genannt. In den Frühlingsmonaten werden nach Maßgabe der Henvorräthe die älteren Fohlenjahrgänge in die im Gebirge befindlichen Gestütshöfe verlegt. Sobald eine ausreichende Weide in den Gebirgsstationen vorhanden ist, rücken die fohlenlosen Mutter- stuten, dann das dreijährige Stuten-, das dreijährige und zweijährige Hengstengestüt bis
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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