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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 488 -
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488 Szipot priwat und Putilla in sich, während in den vierten die Höhen des dritten Gürtels von 1.200 Meter aufwärts fallen. In Bezug auf seine Bodenbeschaffenheit kann das Land in der Richtung von Nordwesten gegen Südosten in zwei nahezu gleich große Hauptbodengruppen eingetheilt werden. Die nördliche Hälfte des Landes nehmen vorzugsweise Löß, Berglehm und Schotter mit eingelagerten Neogenfchichten ein, die südliche Hälfte dagegen wird vor- wiegend von Karpathensandstein und Glimmerschiefer beherrscht, zwischen welchen Gebirgsarten Trachyte, krystallinische Kalke, Kieselschiefer, Thonschiefer, Eocen ?c. eingeschoben sind. Den besten, dem Wüchse und Gedeihen der Holzpflanzen am meisten zusagenden Boden bilden das Verwitterungsproduct der kalk- und der eisenhältigen Sandsteinlagen und die sedimentären Böden der Niederungen. Das Waldland in den Bezirken Kimpoluug, Radautz und Wiznitz gehört in den Gebirgspartien größtentheils dem absoluten Waldboden an und zum Theile selbst jenen Waldböden, für welche nach den forstgesetzlichen Bestimmungen eine besondere Behandlung vorgeschrieben ist. Von diesen an den schroffen Hängen der Bergkuppen und an den Thaleinschnitten stockenden Waldungen wurden bis jetzt von Seite der k. k. Forstaufsichtsbehörden 5.762 Hektar als Schutzwälder erklärt. Zur Zeit der Erwerbung der Bukowina durch Österreich waren auf den Ebenen und Plateanx längs des Sereth- und Pruthfluffes ausgedehnte Eichenbestände vorhanden. Gegenwärtig kommt die Eiche blos untermischt mit der Roth- und Weißbuche in den Bezirken Ezernowitz, Kotzman, Sereth und Suezawa und in einem Theile des StoroHynetzer und Meitzer Bezirkes vor. In den Forsten der Ebene prädominirt im wesentlichen die Buche und bildet daselbst reine Bestände; in den Vorbergen jedoch tritt allmälig der reine Buchenbestand gegenüber den Mischbeständen von Rothbuche und Tanne in den Hintergrund, bis endlich im Gebirge die ausschließliche Herrschaft des Nadelholzes, vorerst in Mischbeständen von Tanne und Fichte, in den höheren Regionen in reinen Fichtenbeständen beginnt. Horstweise und einzeln kommt wohl die Rothbuche in allen Nadelholzbeständen des Gebirges vor und steigt dieselbe über 1.400 Meter absoluter Höhe hinaus. Gleichen Schritt mit der Rothbuche hält die Tanne, und wenn letztere auch vereinzelt in den höheren Lagen der Fichtenregion zu finden ist, so ist ihr eigentlicher Standort doch nur in dem Vorgebirge zu suchen, welches sie in der Hauptsache mit Buche und Fichte gemischt bis jetzt behauptet. Nebst den vorgenannten Holzarten ist noch besonders der Weißbuche Erwähnung zu thun, die sich in Untermengnng mit der Rothbuche und Eiche in fast allen diesen
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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