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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 492 -
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492 nach welchem Betrage sich die durchschnittlichen Culturkosten pro Hektar auf 9 Gulden l6 Kreuzer stellen. Bei den künstlichen Aufforstungen wird in den Forsten der Ebene die Eiche, in Mischbeständen die Rothbuche herangezogen. In den Gebirgsforsten hingegen wird der Fichte und Tanne der Vorzug gegeben, die Rothbuche hingegen nach Thnnlichkeit verdrängt. Außer den vorgenannten herrschenden Holzarten werden Kiefern, Lärchen, Eschen, Ulmen und Ahorn in entsprechenden Orten und Lagen nachgezogen. Was die Ausnützung der Forste in der Bukowina anbelangt, so wurde der Anfang hiezu seitens des Religionsfonds (1786) durch den Abschluß sogenannter Wald- conventionen gemacht, durch welche den Unterthanen um den Preis von 24 Kreuzern rheinisch das Recht zum Bezüge von Nutz- und Brennholz aus den Religionsfondsforsten zugestanden wurde. Eine weitere Ausnützung der Waldungen hat 1803 durch die Errichtung von Glashütten in Krasna-Jlski und Krasna-Putna, später in Karlsberg und Fürstenthal, beziehungsweise in Neuhütte und Ezndyn stattgefunden. Gleichzeitig wurde auch die Pottaschesiederei in allen Religionsfonds- und Privatwäldern eingeführt und hat diese umfangreich betriebene Nutzung wesentlich dazu beigetragen, den Bestand und die Ertragsfähigkeit der Forste zn gefährden und zu schmälern. Sonst beschränkte sich der Absatz aus den Forsten auf die Abgabe von Bau-, Zeug-, Werk-, Schnitt- und Brenn- holz für den inländischen Bedarf und wurde die erste Säge im Jahre 1816 errichtet. In den Jahren 1816 und 1820 wurden Versuche gemacht, aus den Forsten des Dornaer und Jakobenyer Bezirkes Holz nach dem Oriente zu Verstößen, welcher Versuch jedoch infolge der damals noch ungeordneten Rechtsverhältnisse in Rumänien mißlang. Der erste Versuch einer intensiveren Holzausbeute fällt in die Zeit der Fünfziger-Jahre, wo es nach wiederholten Versuchen gelang, aus den Forsten des Dorna- und Bistritzthales bedeutendere Quantitäten Schiffbauholz nach dem Oriente abzusetzen. Beiläufig um diese Zeit nahm auch der Holzhandel im Müntzer Bezirke auf dem Czeremoszfluffe einen Aufschwung und wurden aus deu weit verzweigten Thälern dieses Flusses bedeutende Quantitäten Lang- und Klotz-, Schnitt- und Spaltwaare nach Ezernowitz und von hier weiter nach Rußland und Rumänien verflößt. Der Ausbau der Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eiseubahu im Jahre 1866 ermöglichte sodann den Transport der feineren Schnittwaare in das Ausland und begann eigentlich von dieser Zeit an ein regerer Holzhandel im Lande sich zu entwickeln. Brennholz wurde theils zum Betriebe der Bahn selbst, theils zum Consum für Ezernowitz und die benachbarten Städte Ost- galiziens längs der Bahnstrecke in größeren Mengen geliefert; Eichenhölzer, Resonanzholz, Dranitzen, Schindeln, Siebreifen, überhaupt alles exportfähige Schuittmateriale fand nun lebhaften Absatz.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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