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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 506 -
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506 im Durchschnitt 12.000 Centner Steinsalz und 20.000 Centner Sndsalz, welch letzteres zu seiner Darstellung ungefähr 70.000 Hektoliter Sole erfordert. Hiezu kommt gegen- wärtig noch die Erzeugung von Viehsalz, und zwar wurde von dem in ganz Österreich herzustellenden jährlichen Quantum von 500.000 Centner Viehsalz der Saline Kaezika ein Betrag von 53.000 Centnern zugebilligt, welchen die Saline erzeugen darf, wenn die Nachfrage hiernach vorhanden ist. Die Gesammtzahl der bei dem Werke beschäftigten Arbeiter beträgt 80 Mann, die Löhne bewegen sich zwischen 60 Kreuzer bis 1 Gulden 10 Kreuzer pro Schicht, betragen jedoch für die Aecordarbeiter mehr. Im Erkrankungsfalle erhält jeder Arbeiter aus der Staatscasfe sechs Zehntel seines Schichtenlohnes und überdies werden ihm die Medicamente und die ärztliche Hilfe unentgeltlich gewährt. Jeder Arbeiter wird nach Ablanf einer fünf- jährigen Dienstzeit prvvisions- (pensions-) fähig; die demselben nach 40 Dienstjahren gebührende volle Provision (Pension) beträgt sieben Zehntel des Normallvhnes. Außerdem besteht bei dem Werke eine Brnderlade, der nicht nur die Arbeiter, sondern anch die sogenannten „Diener" (eine zwischen den Arbeitern und den eigentlichen Beamten stehende Kategorie von Bediensteten) beitreten können. Dieselbe besitzt dermalen ein Vermögen von rnnd 18.000 Gulden; sie gewährt ihren Mitgliedern allerlei Unterstützungen nnd zahlt jedem Provifionisten (Pensionisten) einen Betrag von 60 Gulden jährlich als Znschnß zu seiner Provision. Die Montanwerke des Bnkowiner griechisch-orientalischen Religions- fond es. — Hat das Salzwerk in Kaezika — wie dies in den Händen eines so mächtigen Besitzers, wie es der Staat ist, wohl nicht anders möglich ist — einen zwar langsamen, aber ruhigen und stetigen Entwickelungsgang aufzuweisen, so gilt geradezu das Entgegen- gesetzte von deu gegenwärtig in den Händen des Bukowiner griechisch-orientalischen Religionsfvndes befindlichen Montanwerken in und nmJakobeny, die seit ihrer Begründung bis zur Zeit des Überganges an ihren heutigen Besitzer die wechselvollsten Schicksale zu verzeichnen hatten. Wie bereits im Eingange erwähnt wnrde, entdeckte die im Jahre 1777 von der Regierung behufs der geologischen Durchforschung der Bukowina eingesetzte k. k. Schurfcommission gegen das Ende der Siebziger-Jahre in der Nähe der heutigen Ortschaft Jakobeny am Berge Arszitza ein Lager von Manganeisenstein nnd bald darauf in der Nähe des Dorfes Pozoritta ein Lager von Kupfererzen. Im Jahre 1782 bildete sich eine aus Notablen des Landes bestehende Gewerk- schaft zur Ausbeutung der mineralischen Schätze des Landes, welche im Jahre 1784 das von der k. k. Schurfcommission entdeckte Lager von Manganeisenstein bei Jakobeny übernahm. Sie erbaute auf einer Waldblöße im Thale der Goldenen Bistritza das Eisen- werk Jakobeny nnd setzte dasselbe am 1. September 1784 in Betrieb. Das Werk
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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