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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 510 -
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510 mit diesem Hochofen stand und steht noch eine Maschinenwerkstätte in Iakobeny, welche (bei sehr schwachem Betriebe) vorwiegend Reparatnrarbeiten (Anfertigung von Maschinen- beftandtheilen) in erster Reihe für den eigenen Bedarf des Werkes, mitunter jedoch auch für Mühlen und Sägewerke der Umgebung besorgt. Einige Eisenhämmer und ein in Eisen au aus einem ehemaligen Eisenhammer hergestelltes Eiseuwalzwerk waren gleichfalls in Thätigkeit; dieselben verarbeiteten jedoch ausschließlich altes Schmiedeeisen (das Walzwerk in Eiseuau vorwiegend alte Schienen der Lemberg-Czernowitz-Jasfyer Bahn). Die Eisenhämmer erzeugten Pflugscharen, Schaufeln, Erdhauen (sogenannte Heindeln) und dergleichen für den Bedarf der umwohnenden Landbevölkerung; das Walzwerk in Eisenau erzeugt Walzeisensorten uud etwas Eisendraht. Trotz dieses überaus beschränkten Betriebes gelang es den Eisenwerken doch, die Betriebskosten zu decken und einen bescheidenen Reinertrag abzuwerfen. Einen verhältnißmäßig bedeutenden Erfolg hatte Ober-Bergrath Walter auf dem Gebiete der Mangangewinnung zu verzeichnen. Wie bereits erwähnt, war das von der k. k. Schurfcommifsion zu Ende der Siebziger-Jahre des vorigen Jahrhundertes am Berge Arszitza bei Iakobeny erschlossene Lager von Manganeisenerzen die Veranlassung zum Entstehen der Jakobenyer Eisenwerke. Man verschmolz damals das dort vorkommende Gemenge von Braunstein und Brauneisenstein auf Spiegeleisen und beutete so haupt- sächlich den Eisengehalt aus. Walter entdeckte jedoch Anfangs der Siebziger-Jahre unseres Jahrhunderts und zumeist auf dem Gipfel desselben Berges Arszitza bei Iakobeny ein mächtiges Lager von reinem Braunstein (Mangan) nnd es gelang seinen rastlosen Bemühungen (er unternahm zu diesem Zwecke wiederholt größere Reisen), bereits im Jahre 1873 ziemlich große Mengen dieses werthvollen Artikels dem Welt- markte zuzuführen. Das Mangan wird an jener Stelle im Tagbau gewonnen, da sozusagen der ganze Gipfel des Berges eine einzige große Lagerstätte von Braunstein und Brauneisenstein bildet. Die Gewinnung erfolgt in der Weise, daß im Winter (und zwar um die Arbeiter vor Wind und Wetter zu schützen) kurze Stollen in den Berg getrieben werden und daß sodann im Sommer die zwischen den Stollen stehen gebliebenen Partien des Gesteins abgetragen werden. Der so gewonnene Braunstein wurde (unter der Leitung Walters) auf Fuhrwerken vom Gipfel des Berges hinab nach Iakobeny befördert nnd dort mit der Hand (von Arbeiterinnen) fortirt. Die weitere Verfrachtung der auf diese Weise hergestellten diversen Brannsteinsorten erfolgte per Achse, und zwar ging (und geht heute noch) ein geringer Theil nach Siebenbürgen, während der größere Theil bis zum Jahre 1888 bis Hatna (Station der Bahn Czernowitz-Snczawa) oder bis Snczawa geführt werden mußte. Seit der Eröffnung der Bnkowiner Localbahnen, speciell seit der Eröffnung der Strecke Hatna-Kimpolung (im Jahre 1888) ist der Versandt des Braun-
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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