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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (6), Band 21
Seite - 476 -
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476 die neuerdings eröffnete Nagybäuya-Zsiböer Eisenbahnlinie auch die siebenbürgischen Theile in den Verkehr dieser Gegend einbezogen und stellt ein noch kräftigeres Gedeihen der wirthschaftlichen Factoren in Aussicht. Nagybänya hat jetzt etwa 10.000 Einwohner; darunter sind mehr als 8000 Magyaren, der Rest Rumänen. Die Anlage der Stadt ist sehr gefällig und übersichtlich, da die Gassen in fast regelmäßiger Anordnung von einem viereckigen Marktplatz ausstrahlen. Zu den alterthümlichen Häusern dieses Platzes stimmt der St. Stefansthnrm vortrefflich, der sich über die Laubkronen des wohlgepflegten Franz Deäkplatzes erhebt. Er ist der letzte Rest der schönen Pfarrkirche, die noch aus der Zeit der Stadtgründnng stammte; aus Anlaß der Tausendjahrfeier Ungarns wurde er 1899 durch die Commune in seiner alten Schönheit wieder hergestellt. Die St. Stefanskirche selbst begann infolge wiederholter Blitzschläge schon gegen Mitte des XVIll. Jahrhunderts zu verfallen; ihre Ruinen wurden dann 1847 abgetragen. Die jetzige Pfarrkirche zur heil. Dreifaltigkeit ist unter Karl III. durch die Jesuiten erbaut, deren gleichzeitig errichtetes Ordenshaus jetzt völlig umgestaltet den Zwecken des Staats-Obergymnasiums dient. Die resormirte und die griechisch- katholische Kirche sind kaum älter als hundert Jahre. Ansehnliche kirchliche Gebäude sind ferner das Ordcushaus und die Kirche der Minoriten, die schon in mittelalterlichen Urkunden erwähnt werden. Ein interessantes öffentliches Gebäude ist die einstige Münze, in der jetzt die ärarische Bergdirection und das Obersorstamt untergebracht sind. Dieser massive Steinbau diente einst als Ergänzung der Stadtmauer und ist, nebst dem Pnlverthnrm im südlichen Theile der Stadt, das einzige Object, das sich von den alten Vertheidigungswerken noch erhalten hat. Am Fuße des Kereßthegy (Kreuzberg) und auf der Grundparzelle Veresviz (Roth- wasser) befinden sich die beiden Hauptanlagen des ärarischen Bergbaues. Zwischen den Grubeneingängen und den älteren nnd neueren Bergwerksgebäudeu reihen sich die Hänschen, in denen die Bergleute mit ihren Familien wohnen. Von hier aus versammeln sich die nniformirten Bergleute an großen Feiertagen und an den Namenstagen der Schutzheiligen der einzelnen Bergwerke, um unter Musikgeleite in festlichem Zuge das goldene „Schlägel nnd Eisen", das uralte Symbol des Bergbaues, zur Kirche zu tragen. Von dem bescheidenen Bergmannsviertel sticht die schöne, von der Stadt mit großen Kosten erhaltene Szecheuyi- Promenade nicht wenig ab. Hier steht auf einem Hügel, über einem Teich, das provisorische Atelier der jungen Malergruppe, die jedes Jahr aus München hieher übersiedelt; aus diesem Hauptquartier ziehen sie an schönen Tagen in die nahen Thäler aus, um durch Nachbildung der Naturschönheiten ihr Talent zu entwickeln. Die Weinberge umgeben die Stadt mit ihren kegelförmigen Gipfeln als malerische Kette. Der Nagybänyaer Wein ist nicht ersten Ranges, übrigens hat ihn die Traubenseuche
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (6), Band 21
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (6)
Band
21
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1900
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.25 x 21.79 cm
Seiten
500
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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