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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (6), Band 21
Seite - 481 -
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481 aus der Zeit Sigismunds und einer hübschen griechisch-katholischen, deren hoher Thurm weithin sichtbar ist. Diese rumänisirte Ortschaft wurde im Jahre 1408 durch den Nagybänyaer Bürger Johann Omechin dem von der Stadt Nagybänya erhaltenen St. Nicolausspital geschenkt; jetzt gehört sie als Geschenk Leopolds I. den Nagybänyaer Minoriten, die aus dem hiesigen Einkommen bei ihrem Ordenshause ein Pflegehaus für sechs alte Frauen erhalten. In der waldigen, hügeligen Gegend südlich der Bergstädte und bis Kapnikbänya hinauf ist die Bevölkerung größtentheils rumänisch. In den kleinen Dörfern erregen höchstens die den rumänischen und ruthenischen Gegenden eigenen Holzkirchen Interesse. In der Nähe von Laezfalu, wo in neuerer Zeit eine griechisch-katholische Kirche aus Stein mit großer Kuppel erbaut wurde, besitzt das Ärar das einfach, aber hübsch ein- gerichtete Bad Bajfaln. Das einst als besonderes Comitat fignrirende Kövarvidök (Kövärer District) wird durch die Bäche Läpos, Kapnik und Berßö in Thäler gegliedert und durch die Ebene, wo der Läpos in den Szamos fällt, mit dem Szatmärer Flachland verbunden. Sein einstiger Hauptort, die Burg Kövär (Steinburg) erhob sich auf 407 Meter hohem Berge, in dem Engthale, das der Oberlauf des Läpos durchzieht. In dem stolzen Adler- horst, der zur Zeit Ludwigs des Großen erbaut war, hausten bis nach der Mohäeser Schlacht die Drägfi, magyarisirte Nachkommen des walachischen Wojwoden Dräg. Nach dem Aussterben der Familie Drägfi fielen Burg und Herrschaft an König Johann, dann an die Fürsten von Siebenbürgen. Michael Apaffy gab es als Pfand dem Michael Teleki. Um diese Zeit wurde der Bezirk Kövarvidek in die Reihe der siebenbürgischen Comitats-Municipio aufgenommen; das Amt des Obergespans wurde unter dem Titel Obercapitän vom Anfang an mit seltenen Ausnahmen von Mitgliedern des gräflichen Hauses Teleki bekleidet. Als Franz Räköczi II. in seinem Freiheitskriege unterlegen war, wurde die Burg 1713 durch General Rabntin, Militärcommandanten von Siebenbürgen, zerstört; jetzt sind kaum mehr einige Trümmer von ihr vorhanden, Bezirkssitz wurde sodann Nagy-Somknt. Dieser kleine Flecken am Berßö, mit 1300 rumänischen und etwa 1000 magyarischen Bewohnern hat Zukunft, da er als Endpunkt der Gilväes-Nagy-Somkuter Flügelbahn und kaum eine halbe Stunde von der Station Hosßusalu der Nagybänya-Zsliböer Eisenbahn entfernt, nach zwei Richtungen mit dem großen Verkehr verbunden ist. In den Dörfern der Berg- und Hügelgegend um Nagy-Somkut und auf der Ebene zwischen dem Szamos und Läpos wohnen meistens Rumänen; die resormirten magyarischen Gemeinden Säros-Magyar-Berkeß, Katal infalva und Koltö sind inselgleich zwischen sie eingekeilt. Der Läpo arbeitet sich bei Sznrdnk-Käpolnok aus den Bergen heraus und begegnet alsbald dem
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (6), Band 21
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (6)
Band
21
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1900
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.25 x 21.79 cm
Seiten
500
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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