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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (7), Band 23
Seite - 28 -
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28 und das zur Wohnung des Commandanten gehörige Badegebäude. Die Besatzung wurde seit 213 von der ula I ^un^rorum k>c>ntc»iüana gestellt. Wo die einzelnen Hilfstruppen stationirt waren, wird hauptsächlich durch die gestempelten Ziegel entschieden. Übrigens sind unsere Hauptquellen darüber, welche Hilfstruppen in Dacien lagen, die Militär- diplome. Solche sind fünf erhalten, von denen aber nur zwei in Siebenbürgen (zu Bereczk und Maros-Kereßtnr) gefunden wurden. Von den Hilfstruppeu sind bisher 9 »las und 32 eokortes bekannt, jedenfalls eine ansehnliche Streitmacht; freilich konnten sie nicht gleichzeitig in Dacien gedient haben. Die größten Veränderungen in der Eintheilung der dacischen Besatzung dürften 157 —161 infolge der Markomauueukriege eingetreten sein. Gleich nach beendeter Eroberung wurden gegen die Barbaren Grenzwälle und gute Militärstraßen gebaut. Trotzdem kamen bis jetzt nicht mehr als drei Meilenzeiger zum Vorschein. Einer stammt noch aus trajauifcher Zeit, er wurde bei Ajtou gefunden, wo kein Militär lag; der andere mit den Namen des Trebonianns Gallus und seines Sohnes, ist von Veczel; der dritte vom Jahre 236 von Nagy-Almas. Die Orte ohne Militär wurden früher zu Städten mit römischem Recht, was schon an sich ein hinlänglicher Beweis ist, daß Dacien nicht wie Pannonien den Charakter einer Militärgrenze hatte. Apulnm ist gleichzeitig Mnnicipinm und Kolonie, aber höchstens durch Marc Aurcl; den Rang als Muuicipium erhielt die Anfiedluug der Eingeborenen und Einwanderer, den der Colonie aber die im Anschluß an das Lager entstandenen canabae. Potaiffa wurde uuter Septimius Severus erst Municipium, dann Colonie. Da das bürgerliche Element meist ans Fremden bestand, erhob es die Cultur nothwendig auf eine höhere Stufe als sie au Orten erreichte, wo die eingeborenen Barbaren die Masse der bürgerlichen Gesellschaft bildeten. Was an dacifchem Element übrig blieb, war der Civilisation fremd. Die Fremden fchaarten sich besonders in den Städten zusammen, den Aufschriften nach waren sie meist orientalischen Ursprungs. Es gibt da Einwanderer aus Galatieu, Karien, Phrygien, Paphlagonien und besonders aus Syrien. Auf die Nationalitäten in Dacien wirft eine Inschrift aus Karaufebes ein inter- essantes Licht; sie ist in lateinischer und palmyrenifcher Sprache, in römischem und semitischem Charakter verfaßt. Auch griechische Inschriften sind nicht selten. Die Ein- wanderer beschäftigten sich mit Handel und Gewerbe. Der Bergbau blühte besonders. Der Betrieb der Goldbergwerke im Erzgebirge begann schon nnter Trajan. Hauptort des Bergbaues war ^Ikurnus mkrjor (Verespatak), wo in den Grnben 25 wächserne Triptycha gefunden wurden, die sich jetzt größtentheils im ungarischen Nationalmuseum befinden. Es sind lauter privatrechtliche Urkunden, meist Kanss- und Verkaussverträge. Eines der Exemplare ueuut ^Iburnum ma^or das Dorf der Pirusten. Einer aus dem Volksstamm der Pirusteu wird auch in einer dort gefundenen Inschrift erwähnt. Die Pirusten
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (7), Band 23
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (7)
Band
23
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1902
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.13 x 23.25 cm
Seiten
622
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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