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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (7), Band 23
Seite - 180 -
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180 grünen Rahmen der Fichtenwaldungen die Vlegyäßa, deren Gipfel durch eine noch lohnendere Aussicht lockt. Dort sieht man einerseits die Biharer Gebirge, wie sie im . Westen zur Ebene des Alföld niedersteigen, andererseits im fernen Osten das Blau der Karpathen. Von der Vlegyäßa zurückgekehrt, geht man von Rekiezel in nordöstlicher Richtung nach Meregyö im engen Thale des Meregyobaches. Ein echtes Dorf, wie sie am Fuße der Alpen vorkommen; die Bewohner arbeiten theils im Walde, theils ziehen sie mit Fensterglas hansirend umher. Von Mereayo nördlich führt der Weg nach Bökeny,'in dessen Gemarkung ein Schlundbach plötzlich unter einem Felsberg hervorbricht. Bei Bökeny betritt man schon den Boden von Kalotaßeg, dem in ethnographischer Hinsicht interessantesten Theile der Klausenburger Gegend. Kalotaßeg. — Diese Gegend hat ihren Namen vom Kalotabach. Geographisch ist sie nichts anderes, als das Thal der Kalota und des Sebes-Körös, ethnographisch aber wird noch die magyarische Bevölkerung der Nachbarthäler des Almäs- und Nadas- baches hinzugezählt. Nach der allgemein gebräuchlichen Bennennng besteht sie aus zwei Theilen: dem Felßeg und Alßeg, Felßeg heißt der südliche Theil, der in die zusammen- stoßenden Thäler der Kalota und des Sebes-Körös fällt; als Alßeg gelten die Gemeinden im Almästhale. NebstBanffy-Hunyad sind die bedeutendsten Ortschaften des Felßeg: Kalota- Szent-Kiraly und Gyerö-Väfärhely, wo viel „Geld des heiligen Ladislans" (Nummuliten) gefunden wird, ferner Körösfö an den Quellen des Körös, Zentelke, mit einem Schloß des Grafen Georg Bänffy, und Magyar-Gyerö-Monostor, das Stammnest der Freiherren von Kemeny und des mit ihnen blutsverwandten Hanses Kabos. Diese Ortschaft hat eine interessante reformirte Kirche; sie steht auf einem Hügel und ihre Gallerie, Kanzel und Bänke sind kunstreich mit bunten Pflanzenmotiven bemalt, wie sie auch in den Stickereien des Volkes weidlich verwendet werden. Die ganze Kirche sieht aus, wie eine einwärts gestülpte „Tulpentruhe". Am Plafond sieht man die Wappen der Familien Kemeny und Kabos. Hier ist Martin Debreezeni geboren, der Dichter des Epos: „Die Schlacht bei Kiew" und zugleich Bergwerksingenieur, der sich durch mehrere montanistische Erfindungen berühmt gemacht hat. Vom Felßeg gelangt man über das Dorf Magyar-Bikal nach dem Alßeg. Die bedeutendsten Gemeinden des Felßeg sind im Almästhale: Nagy-Almäs, mit einer großen, dem römisch-katholischen Stipendienfonds gehörigen Herrschaft und den Trümmern der alten, 1658 von den Türken zerstörten Dezsö-Burg, aus denen noch jetzt der Bergfried trotzig aufragt, dann Magyar-Nagy-Zfombor mit dem Schloß der Familie Sombory, Hidalmäs, der Verwaltnngssitz des zum Klausenburger Comitat gehörigen Almäser Bezirkes, dann an dem Wege von Hidalmäs in das Thal des Borsabaches das Dorf Drag, mit einem
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (7), Band 23
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (7)
Band
23
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1902
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.13 x 23.25 cm
Seiten
622
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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