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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (7), Band 23
Seite - 238 -
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238 Erzschmelzerei macht sich durch einen erstickenden, kohlendioxydhältigen Qualm fernhin bemerklich. Noch weiter oben, im Engthal, am Fuße des gewaltigen Prißlopberges, liegt Oläh-Läposbänya mit 1235, meist magyarischen Einwohnern, die nördlichste Gemeinde und größte Erzlagerstätte des Comitats. Es ist ein Ort von städtischen« Aussehen, von Fichtenwäldern umgeben, das ganze Thal ist erfüllt von dem Getöse der Pochwerke. Im oberen Theile des Ortes geht wieder eine kohlensaure „Borküt"»Quelle auf, deren Wasser sammt dem des vorbeifließenden Tocsilabaches zum Betrieb der Pochhämmer benützt wird. In westlicher Richtung von Domokos erreicht man bald die Ortschaft Magyar- Läpos, an beiden Ufern des Läpos mit 2432, meist magyarischen Einwohnern. Diese Großgemeinde ist Bezirkssitz. Einst gehörte sie znr Burg Esicsö und nach ihrer Zerstörung zur Domäne Szamos-Üjvar. Sie hat berühmte Jahrmärkte. Nordwestlich von Magyar- Läpos, am rechten Ufer des Debrekbaches, liegt das Dorf Borküt, dessen Säuerling nur in der Umgebung getrunken wird. Weiter nördlich ist das hübsche und gut eingerichtete Bad Sztojkafalva, das hauptsächlich vou Magen-, Leber- und Milzleidenden besticht wird. Das wohlschmeckende, salzig-säuerliche Wasser wird in Flaschen versandt und ist sehr beliebt. Nahebei erheben sich die Basaltmassen des hohen, schöngeformten Sätorhegy (Zeltberg), von dessen Gipfel man in das sanftere Kapuikthal niedersteigt. Südlich vom Sätorberge liegt die Ortschaft Nagyhegy, deren Mineralwasser von den Umwohnenden mit Erfolg gegen Erkältungskrankheiten benutzt wird. Über das benachbarte Esernesalva erreicht man Käpolnok-Monostor, die volkreichste Gemeinde des ehemaligen Kövärer Districts. Von hier bis Sznrdnk-Käpolnok zieht der Weg durch höchst mannigfaltige Gegend, bis er iu nördlicher Richtung Füred, die nordöstlichste Gemeinde des Comitats erreicht, die ein Schwefel-Salzbad besitzt. Szamos-Ujvär und die Armenier. Die königliche Freistadt Szamos-Üjvär, welche die vaterländischen Armenier (Srmsn^ek) als ihre Metropole betrachten, ist ein historisch und ethnographisch gleich merk- würdiger Platz im Szolnok-Dobokaer Comitat. Es ist durch historische Urkunden bezeugt, daß schon unter den ärpädischen Königen Armenier in Ungarn gewohnt haben. Ihre älteste Niederlassung war die zu Gran, deren Freibrief im Tatarensturm verloren ging, jedoch durch Bela IV. im Jahre 1243 erneuert wurde. Auch der alte Name „Örinenyes", den einzelne Ortschaften führen, deutet darauf hin, daß es in verschiedenen Landestheilen schon in den ersten Jahrhunderten des Königthums armenische Niederlassungen gab. Die jetzt im Lande lebenden Armenier, nach neueren statistischen Angaben über 12.000, stammen aus Ani, der königlichen Residenz der alten armenischen Bagratiden-Dynastie.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (7), Band 23
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (7)
Band
23
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1902
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.13 x 23.25 cm
Seiten
622
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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