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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 442 -
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442 Die Heiligen: Agape, Chionia, und ihre Gefährtinnm. (Am 3. April.) Unter dem nämlichen Statthalter Dulzctius, dessen in der vor? angehenden Geschichte erwähnt wurde, haben auch die Schwe- stern Agape, Chionia, Irene und einige andere, die Martcrkrone er? kämpft. Die drei Schwestern stammten von heidnischen Eltern aus Thcssalonich ab. In früher Jugend gelangten sie zur Erkenntniß des Christenthums, dem sie von Herzen anhingen. Fest war ihr Glaube an Jesum Christum, den Gekreuzigten; lebendig und thätig ihre Liebe. AIs die diokletianische Verfolgung ausbrach, suchten sie sich verborgen zu halten, und mit der größten Sorge waren sie be- müht, die heiligen Bücher der Christen dcr zerstörenden Wuth der Verfolger zu entziehen. Sie wurden entdeckt, auf Verfügung des Beamten Cassander ergriffen, und vor das Gericht des Statthalters Dulzetius geliefert. Als sie dem Statthalter vorgestellt waren, befahl er die schrift- liche Anklage, die Cassandcr mitgeschickt hatte, laut abzulesen. Der Schreiber Artemisius that es. Die Klage lautete so: „Ich schicke Eurer Hoheit sechs christliche Frauenäpersonen und einen welche von dem, den Göttern geopferten, Fleische zu efsen sich weigert haben. Die Frauen nennen sich: Agapc, Chionia, Casia, Philippa, Eutychia; der Mann, welcher sich bei ihnen befin- det, heißt Agathon." Mit Ungestüm fuhr Dulzetius die Weiber an: „ Ihr Unsinnigen! Wie getraut ihr euch den Befehlen unserer gottseligen Kaiser zu widersetzen !" Zu Agathon sich wendend, sprach er: „Warum willst du nicht, wie and'cre Unterthanen des Reiches, geopfertes Fleisch essen?'- Agathon erwiederte: „Weil ich ci>i Christ bin." „Beharrest du auch gegenwärtig noch auf deinem Bekenntnisse?" fragte Dulzetius, und Agathon antwortete: „Ja." Jener kehrte sich wieder zu den Frauenspersonen, und sprach zu Agape: «Wie bist du gesonnen? Agape!" Diese versetzte: „Ich glaube an den lebendigen Gott, und werde durch eine böse That mein Gewissen nicht beschweren." „Was sagst du hiezu?" fragte er die Chionia, welche antwortete: „Weil ich an den lebendigen Gott glaube, habe ich nicht gethan, was du verlangest." Zu Irene sagte er: „Welches ist deine Gesinnung? warum hast du den Be- fehlen unserer ruhmwürdigen Kaiser zu gehorchen dich geweigert?" „Weil ich fürchtete, Gott zu beleidigen," erwiederte Irene. Auf die gleiche Frage des Statthalters antwortete Casia: „Ich will meine
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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