Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Seite - 307 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 307 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Bild der Seite - 307 -

Bild der Seite - 307 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Text der Seite - 307 -

© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Schutz individualrechtlicherAnsprüche allerMenschen aufKollektive. Religi- ons- und Weltanschauungsgemeinschaften suchen Wege, wie sie vor ihrem Glaubens-,Wissens-, Denk- undVerstehenshorizont undmit ihremGlauben, ihrenÜberzeugungen, ihren Lehren,Werten undPrinzipien einenZugang zu denMenschenrechten findenund ihrenBinnendiskurs andieMenschenrechte anknüpfen können. Sie fragennachMöglichkeiten, ihreReligionundWeltan- schauungmit denMenschenrechten inEinklang zubringen, diese anzueignen bzw.alsEigeneszuentdecken–jawiesieallenfallssogareineeigeneBegründung dafür liefern könnten, dass alleMenschen Trägerinnen und Träger vonMen- schenrechtensind. Schließlich sind die Grenzen dieses Spannungsfeldes zwischen den beiden PolenderZustimmungunddesEngagements fürdieMenschenrechteundder AblehnungderunddesWiderstandsgegendieMenschenrechtenicht identisch mitdenGrenzenvonReligions-undWeltanschauungsgemeinschaften,sondern verlaufen vielmehr entlang von liberalen und illiberalen Gruppierungen und Strömungen – binnenreligiös und binnenweltanschaulich sowie religions- und weltanschauungsübergreifend.10 2. StaatlicheMenschenrechtspflichten inReligions-und Weltanschauungsgemeinschaften Die Ambivalenz von Religions- undWeltanschauungsgemeinschaften gegen- überdenMenschenrechtenrücktdieFrage indenVordergrund,wases fürden liberalenRechtsstaatbedeutet,wenneszuMenschenrechtsverletzungeninbzw. durch Religions- undWeltanschauungsgemeinschaften kommen sollte. Men- schenrechte richtensich ja inersterLinieanStaaten.Primär tragenStaatendie VerantwortungfürdieDurchsetzungundRealisierungderMenschenrechte.Die moralischeBegründungderMenschenrechte und ihrerUniversalität basierend aufdemPrinzipderVerletzbarkeit11verpflichtetprimär(abernichtalleinig)den Staat dazu, dieMenschenrechte zu achten und zu respektieren, zu schützen, durchzusetzenund zu realisieren.Denn alleMenschen haben als Trägerinnen bzw.Träger vonMenschenrechtendenmoralischbegründetenAnspruch, dass der Staat primär (aber nicht alleinig) ihre Menschenrechte achtet, schützt, durchsetztundrealisiert. 10 Vgl. JonathanSacks, Swords IntoPlowshares, in: TheWall Street JournalReview,October 3–4/2015,C1-C2,hier:C2. 11 Vgl. PeterG.Kirchschläger,Wie könnenMenschenrechte begründetwerden? Ein für reli- giöse und säkulareMenschenrechtskonzeptionen anschlussfähigerAnsatz, ReligionsRecht imDialog15,Münster2013a. LiberalerRechtsstaat 307 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft"
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben