Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Seite - 431 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 431 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Bild der Seite - 431 -

Bild der Seite - 431 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Text der Seite - 431 -

© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Jan-HeinerTück(Wien) Kreuzesabnahme.WieinWiendiereligiösenSymboleausden HörsälenderkatholischenTheologieverschwanden–ein Nachruf „ErstverschwindendieZeichen,danndasBezeichnete.“ ThomasHürlimann 1. DerKreuz-Erlass inBayernals fragwürdigerAkteiner PolitisierungvonReligion DasKreuzhatinletzterZeiterneutAnlassfüröffentlicheKontroversengegeben. Während religiöse SymbolemancherortsmitVerweis aufdieweltanschauliche Neutralität staatlicher Institutionen abgehängt und entfernt werden, ist im FreistaatBayernunterMinisterpräsidentMarkusSödereingegenläufigerErlass ergangen,abdem1. Juni2018„imEingangsbereicheines jedenDienstgebäudes […] als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns gut sichtbareinKreuzanzubringen“1.DerErlasshateinpolyphonesEchoerzeugt: Befürworterhabendaraufhingewiesen,dasKreuzseieinkulturellesSymbol,das Identität undGeschichteBayerns Jahrhunderte langgeprägthabe. Es stehe für Nächstenliebe, Friedfertigkeit und Toleranz. Gegner des Erlasses hingegen habendiepolitische InstrumentalisierungdesKreuzeskritisiert.Mancheunter ihnensindsoweitgegangen,derbayrischenStaatsregierung„Blasphemie“und „Häresie“ vorzuwerfen.Das ist gewissübertrieben, aberderErlass ist aus reli- gionsrechtlicherSichthöchstbedenklich,daerdieGrenzenderweltanschauli- chenNeutralität des Staatesüberschreitet und die Trennung der Sphären von PolitikundReligionzugunstendesChristentumsunterläuft.Sowenigesdarum gehen kann, im Sinne der französischen laicit8 das Zeichen des Kreuzes wie anderereligiöseSymboleauchausdemöffentlichenRaumzuverbannen,sosehr ist –wie IngeborgGabriel in einemumsichtigenKommentar zurDebatte her- ausgestellt hat – „daran festzuhalten, dass das Recht auf Religionsfreiheit als staatliches Grundrecht und damit die religiöse Neutralität des Staates eine 1 AllgemeineGeschäftsordnungfürdieBehördendesFreistaatsBayern,§28,vgl.http://www.ge setze-bayern.de/Content/Document/BayAGO-28(letzterZugriff: 03.04.2019). Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft"
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben