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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 logischenOptimismus zumAusgangspunkt nehmen.“4 (Dazu ist anzumerken, dassnachheutigemStandderempirischenVerhaltenswissenschaftenwederdie optimistischen noch die pessimistischenMenschenbilder Bestätigung finden, sondern eher eineMischung unterschiedlicher Antriebe, die je nach Kontext „mobilisiert“werden.) 2. DreiParadigmendesPolitischen Umdie einleitend aufgeworfenenFragen einigermaßenpräzise diskutieren zu können, ist esnunerforderlich,aufdieLogikderPolitikbzw.des„Politischen“ über das Schmitt’sche Freund-Feind-Schema hinaus einzugehen. Es sind drei diametral verschiedeneDiskussionskontexte vonPolitik (imFolgenden„Para- digmen“genannt) inBetracht zuziehen,welchedasPolitischeunddamit auch denStellenwert vonDemokratieunter ganzunterschiedlichenAspektenveror- ten. 1. Instrumentelles Paradigma: Politik wird als kollektiver Mechanismus der systematischenBearbeitungbestimmterProblemegesehen, zumal solcher, die marktförmiges Handeln nicht oder nicht zufriedenstellend zu lösen vermag. MancheAnsätzebetonendabei insbesonderePolitik als Instrument zurErlan- gung gruppenspezifischerVorteile (bzw. Beseitigung vonNachteilen); bei an- derenstehtPolitik als InstrumentderBereitstellungöffentlicherGüter imwei- testenSinnimVordergrund5.Eineökonomisch-theoretischeKodifizierungeines solch „progressiven“ instrumentellenParadigmas istRichardMusgravesDrei- teilung der öffentlichen Aufgaben in allokative, distributive und stabilisie- rungspolitischeAufgaben. 2. Paradigma der normativen Theorie: Politik als systematischer Ort an- spruchsvoller Interaktionsformen, die einer Sozietät vernunftbegabter, freier Akteureangemessensind.DieAkzentekönnenhierbeiunterschiedlichsein: (i) aristotelische Vorstellungen eines in das Wertgefüge der Polis eingebetteten „gutenLebens“ in der Polis (anspruchsvolle Politik als tugendethisch aufgela- deneLebensform), (ii) republikanischeTraditionender civic virtuesoder aber (iii)diedeliberativeDemokratie/ laHabermasoderRawls. ImZentrumstehen jedenfallsRegeln, ProzedurenundProzesse vonPolitik, diemit begründbaren 4 Ebd., S. 64. 5 Oft ist diesmitVorstellungen sozialenNutzens bzw. desGemeinwohls alsMaßstab für die Vorzugswürdigkeit sozialerKonsequenzenverbundenbzw.mit sozialenWohlfahrtsfunktio- nen,diedasAbwägenderVorzugswürdigkeit alternativerKonsequenzenerlauben. RichardSturn508 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
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