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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Seite - 263 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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6.4 Kopisten den Schreibern 9 und 20 zugeordnetenHandschriften als SchriftausprägungenHackers anzusehen sind.178 M.H. Schmid hatte für Schreiber 20Nachweise von 1816–1829 (HackersTodesjahr) ermittelt und diesen in der „Reihe der Musiker am Kloster [St. Peter]“ vermutet, „obwohl er die übersichtliche und saubere Schrift einesBerufskopisten besitzt“179. SchmidsBeobachtung findet inHackersBiographie plausibleErklärungen:AlsMitglieddesumM.Haydn gebildeten Salzburger Sängerkreises sindHackers per- sönliche Verbindungen zu Musikern von St. Peter ebenso gut verbürgt, wie eine klareNotenschrift zum Handwerk einesMusikverlegers gehört. ImÜbrigen weisenHackers eigeneDrucke imNotensatz gewisse typographischeÄhnlichkeiten zudenbisherunterden Nummern 9 und 20 subsumierten Schriftzügen auf; auch die bisher ermittelten Datierungen der fragli- chen Handschriften laufen der von uns vorgeschla- genen Zuweisung an Hacker nicht zuwider. In den knapp 100Manuskripten des Dommusikarchivs, in denenHackers Schrift auftaucht, finden sich konkrete Nachweise für die Zeit zwischen 1803 (A 591) und nach1827 (A1655).180HackersSchriftzug scheintmit WerkenGattis gelegentlich auch imCatalogus „Archi- vium“ auf, dasheißt, er gehörte zeitweise zumengsten Zirkel der dieDommusik in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts organisierendenPersonen.Mit der Zuweisung dieser Schriftzüge anHacker gewinnt nichtnureinegroßeZahlanHandschriftengenerell an Authentizität in derÜberlieferung SalzburgerMusik um1800, die Identifizierung dieses Schreibers hat im Besonderen auchAuswirkungen auf dasVerständnis der SalzburgerÜberlieferung undFiliation vonMo- gedichtet von Susan / inMusik gesetzt vonBenedict Ha- cker. / Zum hochverehrtenAndenken erhalten / vom k: k: HerrnReg.gsrathe undKreishauptmann /Edlen vonDorn- feld, am 25ten März 1819, Bibliothek und Musikarchiv desAugustiner-Chorherrenstift St. Florian, A-SF, XXI 4 (RISM-Nr. 600658868), amEnde desNotats derVermerk: „Salzburg 7 Jan: 1819 /Bened:Hacker“.Wir dankenFrau ElkeMichel-Blagrave für denHinweis auf dieseQuelle. 178Die inA-Ssp,Dre135.1alsSchreiber 214verzeichneteSchrei- berhand ist ebenfalls Hacker zuzuweisen. 179Schmid:DieMusikaliensammlung der Erzabtei St. Peter, S. 29. 180Sechs StimmenHackers zumAufführungsmaterial vonMo- zartsRequiem(A1349) sind frühestens1801undspätestens 1806 entstanden, die Abschrift vonHaydns „Respice Do- mine“MH506 (A 503) vor 1833, eine Sammlung von 10 Magnificat-Vertonungen S.Bernardis vor 1828. zartsKlavierkonzerten.181 ZurBiographie→S. 351. Schriftprobe→S. 287. Haydn, Johann Michael (1737–1806), hat im Dommusikarchiv drei Stimmen zu seinem„Stella coe- li“MH394 (A 572) in autographerNiederschrift hin- terlassen, ist ansonsten als Schreiber nur mit spo- radischenKorrekturen in siebenMaterialien eigener Werkenachzuweisen.ZurBiographie→S.352.Schrift- probe→ S. 288. Haunsberger, Joseph (?–1802),→ Schreiber 51 (S. 271). Hochreiter, Joseph Balthasar (auch Hochreit- her, Hochreitter, 1669–1731), in seinem letzten Le- bensjahrzehntalsOrganist inSalzburgtätig, istbisher als SchreibernurwenigerSalzburgerMaterialien iden- tifiziert: Von ihm stammen zwei zumHauptmaterial ergänzteOrgelstimmen inA 1105 undA 1106, das OrgelstimmbuchA1252 sowieBass-,Orgel- undDi- rektionsstimmen in A 1463182. Sein Schriftzug war bisherunterdenNummern339und358 imSalzburger Schreiberkatalog verzeichnet. Schriftprobe inLang: ZurGeschichte undPflege, Bd. 2, S. CXXI–CXXIII. ZurBiographie→ S. 353. Höß, Joseph (1778–1831), ist als Schreiber außer mit den autographenAufführungsmaterialien zweier eigener großformatigerWerke183 in der Sammlung nurmit der Partiturabschrift von J.HaydnsKleiner OrgelsolomesseHobXXII:7 (A 1656) vertreten. Zur Biographie→ S. 354. 181DazuEvaNeumayrsVortrag „DieNotenschriftMariaAnna Mozarts“ beimSymposiumMariaAnnaMozart. Facetten einer Künstlerin am10.10.2015 in der StiftungMozarteum. EinBeitrag für dasMozart-Jahrbuch ist inVorbereitung. 182Teile des ursprünglichenStimmensatzes heute inCH-E,Mus. 402,1.Die anhand desEinsiedlerMaterials vonHochrad- ner:Matthias SiegmundBiechteler, Teil II, S. 90, vorge- nommeneSchreiberbestimmungkonntevonunshinsichtlich der ältesten Materialschicht nicht bestätigt werden. Die dort als Schreiber 110und112 identifiziertenHandschriften wurden von unsHochreiter resp. Schreiber 338 zugewiesen. 183A1161: In FestumPortiunculae. /Missa / Solemnis. / a. / Piu Instrumenti. / Del SignoreGiuseppeHöss. /Dom- organist in Salzburg. / Anno 1824. / den 1tenAugust: / producirt. / in derUniversitaets /Kirche;A1162:Litaniae solennis. / deVenerabili sacramento. / a/piu Instrumenti. / Composto di GiuseppeHöß. Organ: / aMetropolitania a Salisburgo. /Anno 1827. den 17tenDecember. 263
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Titel
Musik am Dom zu Salzburg
Untertitel
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Autoren
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Verlag
Hollitzer Verlag
Ort
Wien
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Abmessungen
21.0 x 30.2 cm
Seiten
432
Kategorie
Kunst und Kultur
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