Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Seite - 843 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 843 - in biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H

Bild der Seite - 843 -

Bild der Seite - 843 - in biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H

Text der Seite - 843 -

Fleisch | F 843 bedeutenden weiblichen Filmemachern der Filmgeschichte. 1908 führt sie erstmals Regie bei dem Film „Am Gänsehäusl“; damit wäre sie die erste Filmregisseurin der k. u. k Monarchie, was allerdings nicht ganz gesichert ist. Ihre gesicherte filmische Karriere begann 1910, als sie zusam- men mit ihrem Mann Anton Kolm und dem Regisseur Jakob Fleck sowie ihrem Bruder die „Erste österreichische Kinofilm-Industrie“, die erste österreichisch-ungarische Filmproduktions- firma, gegründet hatte. Diese Firma wurde 1911 in „Wiener Kunstfilm-Industrie“ umbenannt. Dabei kristallisierte sich L. F. als der künstlerische Kopf heraus  – sie war als Regisseurin und Pro- duktionsleiterin tätig, während Anton Kolm sich vor allem um den finanziellen Teil kümmerte. 1919 gründete sie mit ihrem Mann die „Vita Film“, die fünf Jahre später jedoch Pleite ging. Seit 1911 führten L. K. und Jakob Fleck eine Regie-Partnerschaft. Das Ehepaar Kolm-Fleck über- siedelt nach Deutschland und setzt dort ab 1926 seine Regietätigkeit für Berliner Produktions- gesellschaften fort, u. a. für Liddy Hegewald und die Ufa. Von 1923 –1933 leben und arbeiten die Flecks mit dem Sohn Walter in Berlin. In diesem Zeitraum drehen sie 30 – 40 Filme. Mit dem Aufkommen des Tonfilms nahmen die filmischen Arbeiten ab, dies lag nicht zuletzt an den politischen Umständen, die durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten viele Künstler beeinträchtigten. 1933 kehrt die Familie zurück nach Wien, da Jakob Fleck Jude ist. Für Hege- wald-Film produzieren sie noch weiter in Österreich und Prag, wobei der Sohn Walter pro forma für die Regie verantwortlich ist. Der letzte Film, den die Flecks in Österreich realisieren, ist das Anzengruber-Melodram „Der Pfarrer von Kirchfeld“ (1937). Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 fällt für die Flecks jegliche Berufstätigkeit im Filmmetier aus. Nach einer 16 Monate langen Tortur ihres Ehemannes durch die KZs Buchenwald und Dachau, konn- te das Ehepaar auf Intervention von Wilhelm Dieterle, der durch seine Rolle in „Der Pfarrer von Kirchfeld“ (1926) sehr bekannt geworden war und dem Ehepaar ein Affidavit stellte, nach China fliehen. 1940 emigrieren die Flecks nach Shanghai. Dort entstand ihre letzte filmische Arbeit „Söhne und Töchter der Welt“ (1941) zusammen mit Regisseur Fei Mu, der am 4. Oktober 1941 im Jindu Theater in Shanghai Premiere hat. Nach einer Zeit voller Entbehrungen kehren L. und Jakob Fleck 1947 nach Österreich zurück, wo sie ihren Lebensabend verbrachten. L.: Guoqiang 1999, Hansch/Waz 1998, Nepf 1991, Seeber 2003, http://www.deutsches- filminstitut.de/, http://www.cyranos.ch/ Fleisch von Lerchenberg Eva Maria, geb. Rettinger; Äbtissin Geb. 20. 10. 1586 Gest. 26. 11. 1641 Herkunft, Verwandtschaften: E. M. F. v. L. war eine geborene Rettinger und mit dem kaiser- lichen Rat und Unterkammergrafen in sieben ungarischen Bergstädten Georg Fleisch von Lerchenberg verheiratet. Über ihren familiären Hintergrund ist sonst nichts weiter bekannt. Ausbildungen und Laufbahn: E. M. F. v. L. trat 1623 als Witwe 38-jährig unter der Äbtissin Maria Magdalena (I.) von Schneeweiß (amt. 1620–1625; † 1631), ins Kloster ein. Über ihr Leben, bevor sie diesen Schritt tat, ist bislang nichts ausgemacht worden. Am 30. Juni 1625 legte sie die Profess ab. Den Bestimmungen gemäß hatte sie nach einem Jahr ihres Kloster- eintritts am 31. Mai 1625 ihr Testament gemacht. Haupterbe ihres nicht unbeträchtlichen Vermögens war das Kloster. Im selben Jahr ist sie als Krankenmeisterin bezeugt, ein Amt das ihr sehr am Herzen lag; noch als Äbtissin betreute sie die Kranken. Als der Erzbischof von
zurück zum  Buch biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H"
biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
biografiA.