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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Seite - 2882 -
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S | Schiller2882 aus erster Ehe Maria Susanna Lerch(er), verehel. Jahn sowie die Kinder ihrer Tochter aus der dritten Ehe Maria Katharina Reischmann. Sie hatte für sich 1000 Seelenmessen ge- stiftet und testamentarisch angeordnet, in der Gruft bei St. Stephan wie ihr Sohn Michael Lercher und in Begleitung der Minoriten, Franziskaner, Dominikaner und der Armen aus dem Johann-Nepomuceni-Spital und dem Sonnenhof sowie mit Aufsetzung des Bruder- schaftszeichens bestattet zu werden; auch hatte sie verschiedene Stiftungen gemacht. Dabei spielte neben religiösen Motiven möglicherweise auch der Wunsch eine Rolle, ihren Er- folg in einer männerdominierten Berufswelt auf eine der damaligen Zeit entsprechende Art sichtbar zu machen. Dank ihrer starken Persönlichkeit und den handgreiflichen Beweisen ihrer Tüchtigkeit sind auch in den älteren biographischen Zeugnissen und Beschreibungen keine Zweifel an ihren persönlichen beruflichen Erfolgen zu bemerken  – im Unterschied zur Beschreibung manch anderer Frauen. L.: Durstmüller 1982, Hofmann-Weinberger 2001, Mayer 1887 Edith Stumpf-Fischer Schiller Elsa; Pianistin Geb. Baden bei Wien, NÖ,18. 10. 1897 Gest. München, Bayern, BRD (Deutschland), 26. 11. 1974 (27. 11. ) Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Siegmund Schiller; Mutter: Ida Mandl. Ausbildungen: Besuchte ein Lyzeum in Budapest und studierte ab 1908 Klavier an der Mu- sikhochschule bei Ernst von Dohnányi, Kammermusik und Theorie bei Leo Weiner. Nach dem Abschlussdiplom 1921 studierte sie 1921/22 in Dresden bei Emil von Sauer. Laufbahn: E. Sch. trat ab 1921 als Konzertpianistin und Liedbegleiterin in ganz Europa auf. Sie war als Musiklehrerin an der Liszt-Akademie tätig und leitete ein Kammerorchester in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war sie als Jüdin und Lesbe doppelt verfolgt. Nachdem sie mehrere Jahre bei verschiedenen Freundinnen gelebt hatte, meldete sie sich 1943 selbst bei der Gestapo. Sie wurde nach Theresienstadt deportiert und entkam nur knapp der Liquidation der „kulturellen Abteilung“ des Konzentrationslagers 1944. Nach dem Ende des Krieges kehrte sie nach Berlin zurück. Sie arbeitete zunächst als Musiklehrerin, 1947–1952 war sie Leiterin der Abteilung Ernste Musik bei RIAS-Berlin und ab 1955 (a. A.1950) Produktionschefin der Deutschen Grammophon-Gesellschaft und 1959 Programmdirektorin der E-Musikabteilung. Sie verpflichtete viele international be- kannte Musiker (u. a. Lorin Maazel und Herbert v. Karajan). Qu.: Judaica-Archiv/ÖNB. L.: Heuer Bd. 1, Riemann 1975, Lebrecht Norman: How the pernicious idea that art can be …: http://www.jewishworldreview.com/ Schiller Emma; Schriftstellerin Geb. Wien, 1868 Gest. ? Laufbahn: Schilderte die Wiener Sitte und Art in Skizzenform. W.: „Mein liebes Wien“ (1917/18), „Erlebtes und Erlauschtes“ (1917) L.: Giebisch/Pichler/Vancsa 1948
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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