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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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division) fast fluchtartig zurück, wurde aber vom Artilleriebrigadier aufgefangen und energisch vorgebracht. Und selbst vom äußersten linkenFlügelkamen unerwünschteNachrichten, wonach die 45.Land- wehr-Infanterietruppendivision des X, Korps (i. Armee) einen harten rückgängigen Kampf bei Krasnostaw zu bestehen hatte, in den die 4. Infanterietruppendivision eingreifen mußte. Tagebuch: ,,4 Uhr nachmittags jagen viele herrenlose Pferde und etliche Reiter vorbei. Man kann nicht erfahren, woher sie kommen. Wahrscheinlich vom Schlachtfeld versprengt. II. Korps meldet Mu- nitionsmangel. Begreiflich! Doch aus dem reichgefüllten Munitions- depot kann man nichts zuschieben. Straße gegen Zamosö ist ja in Feindeshänden. 6 Uhr abends kommt erneuert MitteÜung, daß der Gegner VI. Korps bedrängt. Gleichzeitig wird wahrer Tatbestand über die 15. Infanterietruppendivision gemeldet. Ist am Morgen in mächtiges Artilleriefeuer geraten und vollkommen deroutiA. Fast die ganze Artillerie in einenSumpf versprengt. Rettungslos stecken- geblieben. Truppen panikartig geflüchtet. Konnten erst später durch das tatkräftige Eingreifen der beiden Brigadiere halbwegs ralliert werden. Divisionär Feldmarschalleutnant Baron Wodnjanski und sein Generalstabschef, Major Graf Christalnigg, haben den Tod am Schlachtfeld gefunden!" Unter all diesen Meldungenund Erkenntnissen war es 7Uhr abends geworden, und die Dispositionen für den nächstenTag mußten aus- gegeben werden. Die Prämissen hierfür lagen jetzt, im Höhepunkt der Schlacht, nichts weniger als günstig. Zwei Armeeeinheiten— die 15. Infanterietruppendivisionund die 10. Kavallerietruppendivision— waren nicht ohne eigene Schuld zersprengt, zwei andere— 26. und 27. Infanterietruppendivision—hatten zwar tapfer, doch erfolglos ge- kämpft, und von den vier Divisionen des XVII. und XIV. Korps wußte man in diesem Momente nur, daß sie im Gefechtsraum ein- getroffen waren, fraglos aber einen starken Gegner vor sich finden würden. In diesem Moment war nämlich schon bekannt, daß außer den russischen KorpsXXV und XIX noch die feindlichen V., XIII. undXVII.Korps—zummindesten starkeTeiledavon—amSchlacht- feld eingelangt waren. Unter diesen Auspizien entstand die wichtigste Disposition der ersten Feldzugsperiode : das Einsetzen der ganzen Ar- mee in die Schlacht. Die Disposition trug zufälligerweise die wohl- abgerundete Geschäftszahl Op. 300 und ist als besonders wichtiges Dokument in der Beilage 5 enthalten. Die Basis hierfür bot die Si- Beilage 5 tuation, wie sie sich lautTextskizze 4, Seite303 demArmeekommando Textskizze präsentierte. Genau genommen war diese Disposition nichts anderes als die schriftliche Übersetztmg der in der Feldpostkarte am 25. Au- ^.01
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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