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division) fast fluchtartig zurück, wurde aber vom Artilleriebrigadier
aufgefangen und energisch vorgebracht. Und selbst vom äußersten
linkenFlügelkamen unerwünschteNachrichten, wonach die 45.Land-
wehr-Infanterietruppendivision des X, Korps (i. Armee) einen harten
rückgängigen Kampf bei Krasnostaw zu bestehen hatte, in den die
4. Infanterietruppendivision eingreifen mußte.
Tagebuch: ,,4 Uhr nachmittags jagen viele herrenlose Pferde und
etliche Reiter vorbei. Man kann nicht erfahren, woher sie kommen.
Wahrscheinlich vom Schlachtfeld versprengt. II. Korps meldet Mu-
nitionsmangel. Begreiflich! Doch aus dem reichgefüllten Munitions-
depot kann man nichts zuschieben. Straße gegen Zamosö ist ja in
Feindeshänden. 6 Uhr abends kommt erneuert MitteÜung, daß der
Gegner VI. Korps bedrängt. Gleichzeitig wird wahrer Tatbestand
über die 15. Infanterietruppendivision gemeldet. Ist am Morgen in
mächtiges Artilleriefeuer geraten und vollkommen deroutiA. Fast
die ganze Artillerie in einenSumpf versprengt. Rettungslos stecken-
geblieben. Truppen panikartig geflüchtet. Konnten erst später durch
das tatkräftige Eingreifen der beiden Brigadiere halbwegs ralliert
werden. Divisionär Feldmarschalleutnant Baron Wodnjanski und
sein Generalstabschef, Major Graf Christalnigg, haben den Tod am
Schlachtfeld gefunden!"
Unter all diesen Meldungenund Erkenntnissen war es 7Uhr abends
geworden, und die Dispositionen für den nächstenTag mußten aus-
gegeben werden. Die Prämissen hierfür lagen jetzt, im Höhepunkt
der Schlacht, nichts weniger als günstig. Zwei Armeeeinheiten— die
15. Infanterietruppendivisionund die 10. Kavallerietruppendivision—
waren nicht ohne eigene Schuld zersprengt, zwei andere— 26. und
27. Infanterietruppendivision—hatten zwar tapfer, doch erfolglos ge-
kämpft, und von den vier Divisionen des XVII. und XIV. Korps
wußte man in diesem Momente nur, daß sie im Gefechtsraum ein-
getroffen waren, fraglos aber einen starken Gegner vor sich finden
würden. In diesem Moment war nämlich schon bekannt, daß außer
den russischen KorpsXXV und XIX noch die feindlichen V., XIII.
undXVII.Korps—zummindesten starkeTeiledavon—amSchlacht-
feld eingelangt waren. Unter diesen Auspizien entstand die wichtigste
Disposition der ersten Feldzugsperiode : das Einsetzen der ganzen Ar-
mee in die Schlacht. Die Disposition trug zufälligerweise die wohl-
abgerundete Geschäftszahl Op. 300 und ist als besonders wichtiges
Dokument in der Beilage 5 enthalten. Die Basis hierfür bot die Si- Beilage 5
tuation, wie sie sich lautTextskizze 4, Seite303 demArmeekommando Textskizze
präsentierte. Genau genommen war diese Disposition nichts anderes
als die schriftliche Übersetztmg der in der Feldpostkarte am 25. Au-
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Eine Lebensschilderung
- Title
- Aus Österreichs Höhe und Niedergang
- Subtitle
- Eine Lebensschilderung
- Author
- Auffenberg von Komarów
- Publisher
- Drei Masken Verlag München
- Location
- München
- Date
- 1921
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.4 x 21.6 cm
- Pages
- 536
- Categories
- Geschichte Nach 1918