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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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stoß gemacht. Dadurch ist VI. und IX. Korps zeitweilig getrennt worden.)" Nach späteren genauen Berichten handelte es sich um Stoß und Gegenstoß, wobei eine Divisionsartillerie des VI, Korps flan- kierend eingriff, doch statt der gegnerischen Front die eigene beschoß, so daß diese zurückflutete. Der Brigadegeneral Gössmann sammelte dann persönlich die Versprengten und führte sie in die vorderste Linie, mit der er im Bajonettangriff die gegenüber- liegende Waldlisiere eroberte. Die ganze Linie erhob sich darauf jubelnd, die Musik des Infanterieregiments Nr. 98 setzte mit der Volkshymne ein, und alles drängte nach vorwärts, bis der Höhen- rand erstiegen war. Tagebuch: ,,Soos spricht telephonisch mit Armeeoberkommando und erbittet Mitmrkung des X. Korps zur Deckung des linken Flügels unserer Armee gegen Norden. Armeeoberkommando entscheidet nichts. Wir sollen mit i. Armeekommando verhandeln. Mittag er- scheint Situation freundlich. Wir hoffen auf Erfolg der beiden Erz- herzoge. Peter Ferdinand links, Josef Ferdinand rechts." ,,Überraschender Brief des General Schenk. Schildert Zustand der 15. Infanterietruppendivision indüstemFarben. Ernsteaufmunternde Worte festigen wieder die Zuversicht des Divisionärs." ,,Boroevid erweist sich als äußerst tüchtiger Führer." ,,4 Uhr nachmittags wieder unangenehme Nachricht. 4. Division ist nicht nach Osten abmarschiert, mußte sich gegen überlegenen Angriff von Norden her stellen tmd sogar hinter die Labunka zurück- gehen ..." Später stellte sich's heraus, daß die 4. Infanterietruppendivision wohl an Terrain verlor, aber in heldenmütigem Kampf weit über- legenen gegnerischen Kräften standhielt und hierdurch ihrer Aufgabe vollkommen entsprach. Sie büdete den Schild, unter dessen Deckung die 13. und 25. Infanterietruppendivision zur vollständigenUmfassung des Feindes einschwenken konnten. In jenem Kampfe zeichneten sich die Regimenter 49 und 99 besonders aus. ,,6 Uhr abends. Conrad teilt mir mit, daß von Zolkiew her— also gegen meinen Rücken— eine russische Division im Anmärsche ist. Er will zwei Kavalleriedivisionen meiner Armee (2. und 6.) dagegen verwenden. Ich schicke die 6. an die Solokija. Kann nicht mehr hergeben. Brauche die 2. zur Deckung meiner rechten Flanke. Von Feldmarschalleutnant Ziegler sehr gut geführt, ist ihr dasMalheur passiert, daß eine ihrer Brigaden in der Nacht von eigenen Truppen beschossen wurde. Ein Zwischenfall nach dem andern. Nerven muß man haben!" 309
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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