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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
Seite - 349 -
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solche „ermunterude Bekanntgaben". Nach frugalem Mahl Abfahrt von Narol. Scheide ungern. Sieg von Komarow wurde doch hier entschieden. Aber es ist höchste Zeit, wir sind schon ganz isoliert. Darum mußte früh auch Fliegerkompanie abrücken. Zahlreiche Trains im Rückmarsch gegen Jaroslau. Marschieren in guter Ord- nung. Meldung, daß halbes Bataillon vom Detachement Tuczay^) Gehorsam verweigert. Ordne telegraphisch genaueste Untersuchung an. In Lubaczow enorm viel Verwundete. Veranlasse schnelle Eva- kuierung. Bei Ankunft in Niemirow von Trains und Verwundeten alles dicht belegt. Divisionstrain der drei Kavallerietruppendivi- sionen, die gegen den linken Flügel abmarschierten, ziehen durch. Per Regiment 200 bis 250 marode Handpferde. Wir versuchen uns im Gebäude des Bezirksrichters einzurichten, aus dem alle Beamten entflohen sind. In den Abendstunden Abfahrt nach Hruszow. Unter- kunft in verlassener Offizierswohnung der 6er Dragoner." (Wenige Tage darauf wurde dasHaus von Russen erbrochen, und was nicht gestohlen und geraubt, wurde verbrannt.) ,,InNiemirowhabe ichnochMeldung erhalten, daß aus der 26.Land- wehr-Infanterietruppendivision eine Brigade formiert worden ist. Führender General meldet, daß die Division fast gar keine Offiziere mehr hat. Ist eben bei jeder Gelegenheit im Feuer gewesen. Und zwar in dem der russischen Artillerie, Minengranaten. Situation auf ganzer Linie sehr gespannt. Hoffentlich macht sich morgen Angriff der 3,. und 2. Armee kräftig geltend." „Ich disponiere: »Armeegruppe Erzherzog Josef Ferdinand sowie linker Flügel— XVII. Korps, Marschbrigaden und die abgesessenen Kavallerietruppendivisionen 4 und 6 — verteidigungsweises Ge- fecht, rechter Flügel— VI. und IX. Korps— setzen Angriff fort.'" ,,Bin sehr ermüdet. Finde aber trotzdem keinen Schlaf. Natürlich." „9. September. ^/zS Uhr früh. Starker Kanonendonner läßt auf Beginn eines russischen Angriffes schließen. Situationsbericht der Korps wenig günstig. Josef Ferdinand gedrückt, da seine beiden Divisionen 3und 8 sehr stark gelitten haben. Auch moralisch. Kämp- fen eben ununterbrochen und intensiv, schon den 14. Tag. Von meh- reren Teilen des Schlachtfeldes Meldung über Munitionsmangel. Was an Zuschub möglich gewesen, ist geschehen. Doch dieser furchtbare Verbrauch spottet jeder Anstrengung. Artilleriereferent, Oberst Rot- 1) Major Tuczay befehligte ein ungarisches Landsturmbataillon, wo sich nach und nach auch drei Halbbataillone der Regimenter 18, 21 und ^6 ein- fanden, die zur Perlustrierimg zurückgelassen wurden. Ordonnanzoffizier I^eutnant Prinz Windischgraetz (XIV. Korps) führte in einem kritischen Mo- ment selbsttätig eine Batterie zu, wodurch das Detachement zu dauerndem Widerstand befähigt wurde. 349
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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