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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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schauungen mit jenen der obersten Leitung leider nicht harmo- nieren. ,,28. September. Regen! Ich fahre nach Tuchow zur Besprechung mit den Kommandanten des II. und XIV. Korps, desgleichen mit dem wieder genesenen Kommandanten des VI. Korps, Feldmarschall- leutnant von Arz. Auf der Fahrt dahin das sattsam bekannte Bild der nach allen Richtungen fahrenden Trains und der sich sammeln- den Versprengten. Ich veranlasse, daß Hauptkommunikationslinien in Sektionen geteilt und überall energische Offiziere als Regulierende eingeteilt werden, umOrdnung aufrecht zu erhalten. NatürlichWun- der darf man auch da nicht erwarten. Alles drängt sich doch auf die wenigen Kommunikationen zusammen. Material und Proviant- fassungen bedingen auch unausweichliche Gegenfahrten, wodurch mühselig hergestellte Ordnung immer wieder gestört wird. Speziell Laienaugen, und solche sind oft an den höchsten Stellen zu finden, präsentiert sich dies höchst unvorteilhaft. Stehen dann die Besitzer solcher Augen auch im Besitz großer Machtmittel, so entstehen leicht die krausesten Verfügungen!" ,,Begegne schweren 15 cm-Haubitzbatterien, die zur Front mar- schieren. Wie gut hätten wir solche bei Komaröw und Rawa Ruska brauchen können, wenn auch veraltetes Material (Modell 1880) lange nicht an jenes der Russen heranreicht. Desgleichen begegne ich der IG. Kavallerietruppendivision und lasse sie defilieren. Ist am Morgen des 27. überfallen und nahezu deroutiert worden. Zählt heute kaum 1600 Reiter. Effektive Gefechtsverluste betragen 100! Sprechendes Bild des Zusammenbruches der alten noblen Reiterei! Muß nach anderen organisatorischen Prinzipien zu einer Resurrektion ge- bracht werden."^) ,,Die Rücksprache mit den Korpskommandanten zeitigt kein sehr erfreuliches Bild. Nur Arz— VI. Korps— glaubt seiner Sache voll- kommen sicher zu sein. Der Gegner scheint nur an und nördlich der Straße Jaroslau—Krakau stark, doch langsam vorzugehen. Ver- schiebt Armeeeinheiten unzweifelhaft auf das nördliche Weichsel- ufer. Ist offenbar über das Eintreffen der deutschen 9. Armee voll- auf informiert und wendet sich nun gegen sie. Nach Mitteilungen des Armeeoberkommandos müssen übrigens heute Offensive und Vor- marsch dieser Armee beginnen." 1) Dies geschah auch, und zwar noch während des Feldzuges— nach der Methode Rawa Ruska. Also dem Wesen nach doch als berittene Infanterie. Und just die 10. Kavallerietruppendivision erwarb sich in der Schlacht bei Limanowa hohen Ruhm vmd wetzte hierdurch die Scharte vom 27. August vollkommen wieder aus. 386
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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