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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 263 -
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263Edition der Briefe 115 120 125 130 135 140 145 wegen der Wäsche von der Lambert. Sie sagt auch, daß sie den lezt>en@ Abend, da du vereisest 5 Sch>illing@ zum Spesen von den ihrig>en@ her gegeb>en@. schreibe mir hierüber wann du dich besinnen kanst. Frage auch den Philip. Der Doctor der mit dem Schife kommt heist Müller ist mit Frau und Kind. Endlich bin ich vorgestern um 5 Uhr bey der Milady vorgekomen. Sie hat mich gleich sizen gemacht, um ver- zeih>en@ gebett>en@, daß sie mich so oft ko>mmen@ gemacht umsonst /: es war auch in der That unmöglich :/ mich wegen der Kra>nk@he>it se@hr bedauret. Von dir 1000 expressiones gemacht, daß Sie dir recht von Herzen wohl wolle pp Mein Vortrag war, daß sie die recomendation zu Baron Sollendahl erfrisch>en@ solle, welches sie mir auch versprochen sicherlich, dieses war der Pr  text. Hernach kam ich mit dem Brock>en@, daß Sie mir bey ihren Herrn die Bezahlung, od>er@ beym Prinzen ein Reisgeld ausbringen solle. hierauf hat sie mir recht vernünftig geantwortet. Ich solle mich in ihre Stelle sez>en@ und seh>en@ ob es möglich, dann ihr Herr, sagte sie, macht sich bey der ganz>en@ Welt ridicul, und mischet sich in Sach>en@, da er für sich selbst kaum zu leb>en@ hat, und da sein Vatter noch lebt. Der Prinz seye von allem informirt und genug hierüber disgoustirt. Wenn ihr Herr mich bezahlet wolte sie es thun, und sie glaubt, daß er jezt was thun könte. Ich werde mit ihm selbst auf dem Park, und durch den Vanesch>i r@eden, welcher mirs gewis verspro- ch>en@. In summa die Milady kann und will nichts thun. >Si@e läst sich dir schöns- tens empfehl>en@ mit viel>en@ expressionen. Ich stehe auch wieder in einen andern negotio, man will mir aber viele Wahren geb>en@, daß ich noch 20 oder 40 p>er@ cento gewihnen solle. ich werde aber sicher gehen, und leüte die es versteh>en@ consultiren die auch die Waaren zu besehen hinführen darf. Der Deüfel hat alle diese Woch>en@ auf das Land geschlagen, Geduld par force. Der Hausherr hat dem Secretari das Wort und mir weg geläugnet wie ein Schelm, und weil wir in der summa 3 Woch>en@ nach deiner Abreise zu wenig gesezt, so hat er die 3 Woch>en@ mit Gewalt hab>en@ woll>en@, mir auch wirklich die Sach>en@ aufgehalt>en@. Der Secretarj ist 3 mahl da gewest, aber nichts ausgerichtet, bis ich bezahlet. Es war ein Geschrei vorm Deüfel, ich hatte mit ihm nicht mehr geredt, und ohne ihm zu grüss>en@ aus den Haus gegang>en@. Die Alte will ihn alla legge sez>en@, er hat auch mit ihr cruel geschrien. Ich bin in des Tessini z Tessarini Zimmer, und zahle wochentlich 5 Sch>illing@ Adieu lebe wohl + und liebe mich wie ich dich. Gott gebe dir alles Glücke, und ich bin bis in den Tod dein getreüer Pirker>.@ + VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2839, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten Beschädigung durch Siegelöffnung und an den Faltkanten auf S. 3/4. THEMENKOMMENTAR: Der Brief beschäftigt sich mit dem Versand von Mariannes Habseligkeiten nach Hamburg. Die AuÀistung des Kofferinhalts gibt uns Einblick in den Hausstand, mit dem eine Sängerin damals verreiste: neben Alltagskleidung, Theaterkostümen
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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