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70 sind sehr unglückl>ich@ im verkauf>en@, du must dich nicht anführ>en@ laßen in
somma beßer wäre es wann si>ch@ der Mylord erbarmete, indeßen must du die Zeit
nicht versaumen sondern etwas componir>en@, dann mann kan es allzeit druk>en@
laße>n@, du bist ein wenig eig>en@sinnig dann du wärst perfect noch a tempo ge-
weß>en@ in dem orghestre zu spiehle>n@, allein es hilft alles mei>n@ predig>en@
nichts, ich hab mehr als zu vil erbarmnuß mit dir, allein du must nicht alles
mit solcher vehemenz nehm>en@ sondern gedenk>en@ daß dieses das letzte Jahr
seyn muß daß wir so leiden, dann Gott zeigt diverse strade uns zu helfen, wann
nur der winter vorbey ist, es wird dich hofentl>ich@ der Haslan nicht stek>en@
laß>en@ wann du etwas brauch>en@ soltest, weil sie sehe>n@ daß ich dir so
viel geschikt>.@ aber mei>n@ Gott wie ist es mit de>n@ Eltern>,@ ich sehe nicht
daß du ihn>en@ etwas geschikt hast. antworte mir hierauf, ingleich>en@ ob
du ihn>en@ schreibst, ich schreibe ihn>en@ alle wochen sie avvisir>en@ mich
daß die Cuzz>oni@ würklich nach bologna ist, und daß ich wenigst>en@ die
fast>en@ dort seyn solte, und zweiÀen sie gar nicht daß ich d>en@ Dinst, und
die selbe Besoldung bekäme, ich bin aber sehr confus, dann ist es mit wien
etwas, so muß ich die halbe fast>en@ zu wien seyn, zu Hamb>urg@ quälen sie mich
eine opera nach ostern aufzuführen, der Impr>esario@ will nicht, allein sie woll>en@
wir soll>en@ es selbst thun und wäre gewiß unser pro¿t, der Impres>ario@ hat
heut wieder in Holland geschrieb>en@ allein es wäre vor autuno e carnoval, nun
wie wäre es möglich dieße 3. örter zusam>en@ zu glaub>en@?, schreib mir deine
meynung, dann in wahrheit wien wäre der geringste pro¿t unter allen, in somma
zweiÀe nicht an der Hilf Gottes NB: der lambert sind wir die wäsch nicht schuldig
absolute, da du sie aber d>em@ Bub>en@ gegeb>en@, kan sie solche auch verlang>en@.
adieu gott erhalt dich sey lustig gott wird uns helf>en@ ich küße dich 1000 mal
adieu.
Hier sind die vers>,@ schreib solche sauber ab, aber laß keine Buchstab>en@ auß und
sez auch keine zu. >S. 3@
voi miei pensieri, fedeli corieri, ir maine ghedanken Àiet eylend ge /ghescwind,\
correte, volate, un baccio portate, fereret di Scene /so mich hat enzint.\ o cara o
bella mia lucida stella du bist maines Herzens fergnigen allain, te sola ti bramo, ti
stimo ed amo, nichts kan mir auf Erden fergniglichers sain.
2.
Wann ich bai dir wone, hellglänzende sonne, cupido languire, penare mi fa, hold-
selighe Scenhait, der liblichkait Wonne il tuo sembiante nel core mi sta, il tuo bel
viso, è mio Paradiso Wann ich dich anblike erfroid sich mein herz, sei mio tesoro,
il quale adoro, Wann du nur libeighelst, treibt Amor gleich Scerz.
3.
holdselighe Ketten, eich tu ich anbetten, annemliche bande, stringete mio cor,
son dolce le pene, felici catene, mit welcher mich fesselt il dio dތamor, du her-
scer der ghemiter, du herzens gebiter, du hast mich ghefanghen dތun laccio dތun
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur