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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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459Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 ihm alles wohl überlegen was ich auf der andern seite schreib>en@ werde, und ¿ndet er seinen conto so mag er kek mit den Scalabrini gehn, dann du weist daß mingotti schlechte meinung von ihm hat, und der Scalabrini wird sich sehr be- trügen, dann ich laße mir den Kopf abschlag>en@ wann er hier nach mir gefällt, weil>en@ ich mich mit der action in großen estim gesezt. wegen seinen malheur ist er selbst schuld, mit seinen Lügen, und con¿denz des Herrn Reginelli, ich habe nicht Zeit hiervon mehr zu schreiben, nun giebe wohl acht, und sage ihm nicht alles, sondern nur das was zu seinem Interesse dienen kan, dann ich will ihm in nichts prejudicir>en@, die affair von Scalabrini ist hier noch nicht allzu gewiß, meine patrons>chaft@ absonderl>ich@ die oberhofmeisterin ist sehr erbost, daß er noch kein Wort mit mir geredet, die masi ist aufgenomme>n@, die pompeati machet impegni zum teufel und thut als wolte sie dieße wochen wegreis>en@, und hat 600. ducaten verlangt. Der Scalabr>ini@ will nicht so >S. 3@ Spendir>en@. mich wird er müß>en@ per comando della Corte tractir>en@ obwohln wir schwerlich werden über eins kommen, dann die fatiken sind künftig weit stärker als biß dato, indem er die Musici obligirt die wochen zweymal bey Hof zu singen, mithin benimmt er uns das Regal von Hoff, außerhalb tractirt er alle sängerinn>en@ als ob solche bey Hoff in Dienst kämen, dann der spizbub hat keinen Credit, thut alßo der Jozzi recht daß er sich um keine Miserie engagirt, was die Kost anbetrift, wir sind 10: personen an der taffel, und kostet mehr dann 6: ducaten des monaths die person, weil wir viel sind so überträgt eines das andere, es ist natürlich, dann der Wein ist theuer. ¿ndet der Jozzi daß die Affaire von Brüßel thunlich ist, so wird mingotti solches gern Rischir>en@, den ort habe ich ihm zwar noch nicht gesagt, alleine ich Weiß daß die pantominen so in Hamburg sind, dießen sommer und winter hingehe>n@ und zwar mit den privilegio des prinz Carls, mithin muß mann dießes vorhero wißen, und ja gewieß seyn daß mann ein fondo hat, aber NB: daß ja die giaccomazzi kein Wort davon erfährt, dann sonsten wäre alles auß und einen cancaro come ella braucht mann nicht in der compagnie. indeßen biß Jozzi antworth von Scalabrini hat, kan er auch von Brusel etwas gewießes wissen, sommers Zeit ist nichts ala haye zu thun, ich kan mich auch nicht prejudicir>en@, dann ich will von Coppenhagen a diritura nach Hauß reißen, damit mir die anima lunga nicht vorkommt, wie mir Jozzi schreibt, und wann dich mingotti antreibt so ist es daß ich nicht allein an denen Höffen herum fahre weder Brüsel noch hier, kan mir nicht mit stutgardt schaden, dann es könte auch seyn, daß zu stuttgardt nichts darauß würde. nun muß ich dir eine andere sache vertraue>n@, es könte seyn, daß die hießige sache den Scalabr>ini@ noch auß denen Händen gespiehlt würde, alleine alßdann müste mingotti diejenig>en@ behalten, welche vom Scal>abrini@ aufgenomm>en@ sind, er sagt er hätte die costa, alsdann wäre ich primo homo, ist es mit der costa nicht wahr, so bin ich 1:ma donna, mithin ist für den Jozzi kein plaz wann die costa käme, und dießes ist die ursach warum ich d>em@ Jozzi nicht abrath>en@ will mit den Scalabrini zu gehen hat er gute Hofnung mit bruselles so ist es mir desto
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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