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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 579 -
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579Edition der Briefe 30 35 40 45 50 55 60 Opern so einrichtete, daß Mingotti als aus Befehl des Hofes obligirt würde dich prima Donna in selben machen zu lassen, welches man ihr pr  vio [S. 2] konte wissen lassen. Ich habe ihm nicht gerathen, er aber macht seine völlige Rechnung darauf, und \ich/ habe heüt dem Mingotti auf rechte gescheide Art geschrieben dessentweg[en] \Statt seiner/, und lasse ihms zum überlegen über, und zu thun was er will, er solle ihm unter der Adresse des Herrn Rooss nach Amsterdam antworten, auch dir schreiben davon. Mit einem Wort: wenn du auf alle Weis nicht wilst daß er komme, so vertraue ich dir in geheim, daß der einzige Punct alles aufheb[en] kan, daß er nemlich nicht bey Hof aus Schuldigkeit und aus Befehl des Impres[ario] sing[en] will, diesen punct gehet er absolutè nicht, ein, hernach begehrt er 500 D[u]c[a]t[en] welches nicht zu viel, die Reisunkosten hin und her bis Haag und Hol[land][.] wilst du dich dieses obig[en] punct[en] ge- brauch[en] um alles zu zernicht[en] so kanst du es thun, siehe aber zu daß es dich nicht reüet, denn ihr kommt nimermehr zusammen, von diesen Punct hat er dem Impres[ario] nichts geschrieben, und dissimulirt, weil er auch nichts davon in seinen Brief meldet. Hier hast du das Geheimnis wenn du ihm schaden wilst. Er will nach Holl[and] gehen <x> Freydag über 8 Däg, und dorten die Antwort erwart[en]. Er sagt beständig daß er mit dir einen Cassa, und ein Haus machen will[,] also hat er viel so hast du es auch, in somma er ist wied[er] halb lebendig über deinen Brief word[en], und will mit Uns leb[en] und sterben. Alle Vorruck und alles achte ich nicht, nur allein hat er wegen des wegens wegen mit dem Mingotti kein gutes Blut, du verstehst [S. 3] mich schon, dieses ist der härteste punct aufzulösen, alles übrige wird sich wohl geb[en]. Die Aloysia verliert und gewint alles bey diesem Spiel. künftig[en] Postdag werde dir mehr schreib[en], und die Ursach warum ich so eil[en] und schmieren müssen. Adieu ich küsse dich 1000mahl h in Gedanken, liebe mich wie ich dich, als der ich bin \dein/ bis in dott getreüer Pirker[.] Monsieur Jozzi emp¿ehlet sich schönstens, wird auch künftigen Postdag schreib[en]. ihm schreibe gleich unter der Adress von Monsieur Rooss du kanst auch zu mehrer Sicherheit meinen Brieff in seine einschliessen, so schickt er sie mir und kosten weniger. Numerire wie ich deine Brief und antworte allzeit den wievelt[en] Numero du er- halt[en]. VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2839, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten Beschädigung durch Siegelöffnung und Tintenfraß. THEMENKOMMENTAR: Mit diesem Brief knüpft Franz an sein vorhergehendes Schreiben an seine Frau (vom 13. Mai 1749, 140) an und wiederholt seine Ideen hinsichtlich der weite- ren Vorgehensweise in den Verhandlungen um Giuseppe Jozzis Engagement bei
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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