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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 873 -
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873Edition der Briefe 5 10 15 20 25 Brief ௘ Nr. 237 Louis de Sternenfels [aus Ludwigsburg] an Marianne Pirker [in Stuttgart], [1750?] A MaDame Madame Bürgeren Son Logie Hoch GeEhrteste Madame Habe dennenselben ergebensten Danck abzustatten vor daß überschieckte zu gleich auch Mademoselle Schänemänen, der liebe Gott Ersetze es dieselben vüllfältigst wieder, es ist mir recht zu gutt kommen, massen auffs ney wieder Granck worden und zwar ist die Ursach das, da ich daß Frühjahr fast ganß Habe Freüheit gehabt ohn verschlosen zu seyn, jetzo aber so bald die Herschaft wieder nacher Ludwigs- burg angelangt, hat mann mich also bald wieder ein gespert, und bin auch die Zeit nicht eine menuthe auß der prison kommen welches mir so weh thut, so wohl dem Leib als dem gemüth, daß mich kaum zu fassen weiß ich habe auch dies wegen daß Hertz gefast und an meinen Herrn Bruder geschrieben um weiters nichts als mir nur so vüll zu vergönen \gebetten/ daß merere Freüheit genüssen und mit der Herrn of¿cianten Ihren Frauen umzugehen permitiert seyn mögte, so wollte weiters nichts mer an ihme verlangen [S. 2] übrichgens will ich im Hauß zu Bleiben mich entschliessen, glaub aber nicht daß es bey dem stein Harten Hertzen etwas Fruchten wierd, noch eine GeHorsamste Bitte Hätte an dieselben mir bey gutten Fründenen etwa ein par abgelegte schuh oder Handschuh auß bitten so weit liebste Madame ist es bey mir kommen daß mich auf diese arth kläglich muß Hören lassen, mein Herr Bruder giebt wohl geld genug Herein aber daß ist der Feller daß er nicht auch fragt oder nachsehen last ob auch waß da vor bekomme, mein Kleidung geht so zu samen daß des sondags in die Kierche zu gehen mich schämen muß, bis aufs Fest, werde zu Gottes diesch gehen mir ist angst wo mir etwas borgen werde daß erscheinen kann, so ohnglückseelich bin ich und dies ist auch der meiste Grund warum im Hauß niemand sich bey meinem Herrn Bruder Enkerchitiert oder vorsprach um reComantaction thut daß mögte Freuheit bekommen weil sie als dann mer in meiner [S. 3] Kleidung aufwand hätten, dieses aber begreift mein Bruder nicht, der liebe Gott segne Ma cher Madame nebst die lieben ihrichen womit mich zu dero Güttichen wohl wollen reCommand[iren] und verHarre mit aller Ergebenheit meiner Hoch GeEhrsten Frau Gehorsamste Dienneren Louis de Sternnenfes VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2842, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Seiten.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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