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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 125 -
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A r p a d. l25 wesen, und seine Devisen gelten auf allen Börsen und Platzen, so wie es in Österreich nebst Sin a, Geymüller und Steiner (s. d.) als erste Firma gilt. Die besondere geistige Bildung der Chefs dieses Hauses ma- chen ihre Salons zum Sammelplatze alles Ausgezeichneten', und von Menschen- und Vaterlandsliebe durchglüht, leuchten sie bey jeder sich ergebenden Veranlassung durch Munificenz bedeutend hervor. Die Firma führen auch Daniel Bernhard Freyh. von E. Sohn, Censor bey der prid. österr. Nationalbank, und Ludw. Freyh. von Pereira- Arnstein. Arpad, Ungar. Herzog, Sohn des Asmus, an dessen Stelle er um das Jahr 839 (nach einigen Schriftstellern 892) zum Herzog ge- wählt wurde, als der Chan der Chazaren die damahls von ihm abhän« gigen Ungarn aufgefordert hatte, einen Herzog zu wählen, der als sein Stellvertreter über sie herrschen sollte, nachdem Lebedias diese ihm von dem Chan angebothene Stelle ausgeschlagen hatte. A. wurde, nachdem ihm von den ungar. Orosien der Eid der Treue abgelegt worden, nach chazarischer Weise auf einem Schild emporgehoben und als Herzog be- grüsit. Bald nach dieser Erwählung beschloß A. mit den übrigen ungar. Grosien sein Reich zu erweitern. Nachdem er einen großen Theil des übrigen jetzigen Ungarn's, Siebenbürgen und Mähren, Bulgarien:c. erobert hatte, hielt er mit den Woywoden im Jahre 393 bey dem See Kirthilto nicht weit von der Theiß eine Zusammenkunft, in der nach einmüthiger Berathschlagung Gesetze gegeben, und die ganze Iurisdic- tion festgesetzt wurde. Als nachher der griechischeKaiser Leo der Weise nut dem Bulgarenkönig Simeon in emen Krieg gerieth, lies; er A., den er sich durch Geschenke geneigt machte, durch seinen Gesandten Nicetas Sl lems um Hülfstruppen bitten. Dieser sandte ihm Trup- pen aus Atelkusa, die über die Donau setzten, das Land Simeo n's ver- wüsteten, seine Krieger theils tö'dteten, theils gefangen nahmen, und dem griechischen Kaiser verkauften, und ihn seW, nachdem sie ihn in ein kleines Städtchen (nach einigen Mundraga, nach andern ^lka Vul^aro- ruin genannt) eingeschlossen hatten, zum Frieden zwangen, in wel- chem er dem A. huldigte und einen jährlichen Tribut versprach. Hierauf vereinigte sich dieses ungar. Heer mit jenem, welches indessen Servien verheerte, und beyde Heere machten nun eine Streiferey nach Dalma- t'>l, Croatien und Slavonien, wo sie mehrere Städte, z. B. Agram, Poschega, Vukovar, Spoleto und ganz Croatien ihrem Her- zoge 395 unterwarfen. Indessen vereinigte sich der Bulgarenlönig S i m e o n / um sich wegen der von den Ungarn erlittenen Nie- derlage zu rächen, mit den Patzinaziten, fiel mit ihnen in Ateltusa ein, verwüstete das Land, und tödtete oder verjagte die Ungarn 395. Als A. von dieser Niederlage hörte, begab er sich der gro- ßem Sicherheit wegen mit den ungar. Großen auf die Donauinsel, die nachher Oepely (Tschepelj) genannt wurde, und verweilte hier einen ganzen Sommer. Hierauf beschloß er das Verlorne anderswo zu ersetzen. Er sandte daher die Heerführer Zuard, Kadusa und Boyta mit einem Heere, um Gladus, den Herrn des Landes an der Temes, von Siebenbürgen und von der benachbarten Walachey, zu besiegen. Un-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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