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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 476 -
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Seite - 476 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2

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476 H a g e r . ' Leipz. 1718; und eine lateinische in 6 Bdn., Prag. 1761—82, von Gelasius Dobner. Hager, Ios., Architelturmaler, zu Preßnitz inBöhmen 1726 geboren, hielt sich meist in Prag auf, wo er auch 1780 starb. Von ihm sind folgende Werke in Böhmen bekannt: Ein architektonisches Ge- n'.älde an der Vorderseite der Domkirche zu Prag, welches er im frisch aufgetragenen Mörtel 177 l gemalt. — Eine heil. Cacil ia über dem musikalischen Chor in der St. Niclaskirche auf der Kleinseite in Prag 1760. Zu Weipernitz hat er die Pfarrkirche zu St. Adalberr gemalt. Zu Neuschloß wurde die neuerbaute Gloriette mit einer überaus schönen Frescomalerey von H. ausgez'ert, und in vielen ansehn- lichen Gärten und Lustgebauden findet man gemalte Prospecte und archi- tektonische Werke, in welchen er sich nach Pozzo hielt, von seiner Hand. Hager, Ios. , Orientalist, war geboren zu Mai land den 30. Apr. 1759 aus ursprünglich deutscher Familie. Seine ersten Stu- dien legte er in Wien zurück. Später der Congregation der Propagc>n? da in Rom zugesellt, erwarb er sich einen großen Sprachreichthum fast aller lebenden Zungen Europa's, und machte sich zugleich die meisten orientalischen Sprachen, vorzüglich aber arabisch und chinesisch eigen. Nachdem er sich 2 Jahre in Constantinopel aufgehalten, dann Ita- lien, Spanien, Frankreich, England, Deutschland und Holland be- reiset hatte, erhielt er 1892 die Stelle eines königl. Bibliothekars in Par is , 1806 ging er in Folge mehrer.er Collisionen mit verschiedenen französischen Orientalisten, besonders, da er seines nicht entsprechenden chi- nesischen Wörterbuches wegen entlassen wurde, als Professor der deutschen Sprache nach Oxford; 1809 erhielt er die Lehrkanzel der orientalischen Sprachen an der Universität zuPavia. Bald darauf wurde er als Conservator an der großen Bibliothek zu Mai land angestellt. Er starb zuPavia 1819. Von seinen Schriften, die im Allgemeinen viel Brauch- bares, neben jedoch sehr groben Fehlern enthalten, vor denen ihn weder sein großer Fleiß, noch seine sehr ausgebreiteten, jedoch nicht immer gründlichen Kenntnisse bewahren konnten, sind folgende die bemerkend wertbesten: Monument de ^ u , ou la plu« ancienne inscriptian lls la lünine. Paris 1802. — ?antneon cninnis, ou parallele entre Ie dulte relißieux de« (^recs et des (!ninoi5. eb. 1802, in welchem Werke H. beweist, daß die Chinesen bereits den Griechen bekannt wa- ren.— Nescription desMedaiiies cninnisez. eb. 1805. — ?l05pecM5 d'un di'sttinnnalre cninals, ek. 1805. — Nleinentz of tne ctnnese langua^«. London 1806. — Meinoria sullabuszola orienwle. Pavia 1810, worin er den Chinesen die Erfindung des Compasses beylegt. — Miniere dell' Oriente. Mailand 1816. In diesem Werke zeigte er, daß die Türken ursprünglich mit den Chinesen in Verbindung standen und viele Gebräuche von ihnen angenommen haben. — Ot> «ervatinn sur Ia rezsernblance frappante c^ue I'nn decnuvre en^ tre la lanßue des Busses et celle des I^omains. eb. 181? , ein an Hypothesen reiches Werk. Von dem gründlich gelehrten geistrei- chen Iu l . Klaproth wurde H. hausig zurechtgewiesen. Eines seiner
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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