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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2
Seite - 656 -
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Seite - 656 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe E-H, Band 2

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«5«. Huber, Ant. — Huber, Christian Wilh. Nach den Landesgesetzen und den Wünschen der evang. Gemeinden trat er als solcher unverzüglich die Visitation an, dieser Schritt zog ihm je» doch eine zweymahlige Citation vor das höchste Gericht in P reßburg zu, welches ihn auch seines Amtes auf einige Zeit entsetzte. Indessen er- langte H. 1748 wieder seiue vorige Würde, er starb aber noch in demselben Jahre. In der von ihm besorgten neuen und vermehrten Auf- lage der lüytNÄi-a 8anctarum, die 1745 in Lublau herausgegeben wurde, befinden sich 88 vortreffliche Lieder aus seiner Feder, mehrere derselben übersetzte er mit vieler Gewandtheit aus dem Deutschen. Huber, Ant. , geb. 1763 zu Fügen im Zillerthale in Tyrol, zeigte schon als Knabe viele natürliche Anlage zu den bildenden Künsten, er verlegte sich nicht nur auf Schnitzarbeiten, sondern auch auf dasZeich- nen, Malen, Wachsbossircn und Modelliren. Er malte auch wirtlich ein Altarblatt: Christus und die Samaritanerinn; glücklicher aber war er mit seinen Bossirarbeiten in Wachs, wie das Opfer Abraham's, das allgemeinen Beyfall erhielt, beweiset. Dieses mag ihn bestimmt haben sich vorzüglich auf Kunstwerke dieser Art zu verlegen. Mit Empfehlun- gen an den k. l. Hofarchitecten I osephZobel begab er sich 1802 nach Wien, um sich an der Akademie der bildenden Künste mehr auszubilden. Er hielt sich in Wien gegen 11 Jahre auf, siudirte und arbeitete un- aufhörlich , erwarb sich von seinen Lehrern die günstigsten Zeugnisse, konnte aber doch seinen Unterhalt nicht fest begründen, woran seine Schüchternheit und auch die damahligen kriegerischen Zeiten Schuld trü- gen. Er verließ Wien 1813 und hielt sich einige Zeit in Passau uud Landshut auf. Endlich kam er nachAugsburg, und trat dort in Ver- bindung mit dem in Blumen und Früchten sehr geschickten Wachsbofsirer Sieb er, der aber mit Figuren sich nicht beschäftigte. Für diesen verfer- tigte er seinen ersten Christus am Kreuze, welches Stück viele Bewun- derer fand. Er ging noch einmahl nach Wien, kehrte aber wieder nach Augsburg zurück. Das Museum zu Innsbruck besitzt von seiner Hand ein Crucifix unter einer Glasglocke, welches den ausgebreiteten Ruf, den er sich durch seine Crucifixe erwarb, rechtfertigt, dann einen kleinen weinenden Knaben, der Jedermann zum Lachen bewegt. Huber, ChristianwNb., merkwürdiger Sprachenkenner, geboren in Wien am 26. Febr. 18U4, bestimmte sich, nach vollendeten Vor- bereitungsstudien, für die juridisch - policischen Wissenschaften, die er sich auf den Hochschulen in Wien und inPadua aneignete. 1828 trat er in den Staatsdienst und ist gegenwartig bey der k. k. allgemeinen Hof- kammer angestellt. Seit seiner frühesten Jugend fühlte er sich zu lingui- stischen Studien und Forschungen hingezogen, di>uen er manche Stunde der Erholung und Ruhe aufopferte. Außer seiner Muttersprache, der deutschen, deren characteristische Entwicklung aus den anfänglichen und mittelalterlichen Formen er aufmerksam beachtete, lernte er nebst der la- teinischen und griechischen Sprache noch allinählig Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Hollandisch, Dänisch, Schwedisch, Isländisch, Provenzalisch, Hebräisch, Arabisch, Türkisch und Persisch. Auch betrieb er die älteren und neueren Dialecte der genannten Sprachen, wie.das Valenzianische, Catalonische, Galizische, Schottische, Norme-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe E-H, Band 2
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe E-H
Band
2
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
696
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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